Saisonelles: Weihnachten
Mistelzweige

Mistel Wer in der Weihnachtszeit unter einem Mistelzweig durchgeht (dafür wird ein Mistelzweig über einem Türstock befestigt) darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich von jemand geküsst wird! Das soll zu den Feiertagen und im neuen Jahr Glück bringen.

Die Mistel ist eine schmarotzende Pflanze, das heißt sie benötigt einen Wirt, von dem sie lebt. Das ist meistens ein Laubbaum, aber es gibt auch Föhren- und Tannenmisteln.

Misteln erreichen ein Alter von 70 Jahren. Ein Baum kann viele Jahrzehnte mistelbewachsen leben. Nur wenn er mit Misteln "überbevölkert" ist, stirbt er ab, da ihn die Misteln völlig aussaugen. Stirbt der Wirt, dann vertrocknet auch die Mistel zu einem goldbraunen Strauch.

Mistelbeeren Es gibt verschiedene Mistel-Arten mit weißen oder gelben Beeren.

Schon bei den Römern galt die Mistel als Symbol des Lebens und Überlebens, weil die Pflanze auch im Winter ihre grünen Blätter behält.

Misteln werden oft wegen des ähnlichen Namens mit Mispeln (Obstbaum), verwechselt, sind mit denen aber nicht verwandt.

Die Mistel ist giftig. Richtig angewendet ist sie aber auch eine Heilpflanze, deren Wirkstoffe schon vor mehr als tausend Jahren von den Druiden verwendet wurden. Heute werden aus den Misteln Medikamente z.B. gegen Bluthochdruck hergestellt.

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Grafik: Schneemann und Rentier