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Der letzte Schultag

von Nadja Kitzbichler, 14 Jahre

Es ist Mittwoch, der letzte Schultag. Bald würde Miriam in die 6. Klasse kommen! „Miriam, Sophie, ihr müsst los!“, ruft Mutter den beiden zu, und holt die Jacken vom Ständer.

Sophie ist in der ersten, und Miriam in der fünften Klasse. Noch, bald nicht mehr. Sophie nennt Miriam manchmal Miri. „Ja, wir kommen! Sophie sucht nur noch ihre Zeugnismappe!“

Oh nein, jetzt hat sie die Mappe schon wieder in der Schule vergessen!, denkt die Mutter.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle fragt Sophie: „Miri, was macht man denn eigentlich am letzten Schultag?“ „Na ja, man bastelt, oder malt, oder sonst was. Wir schreiben einen Bericht an die Zeitung, weil wir doch gestern auf dem Bauernhof waren. Und den Bericht, der am besten ist, den nehmen wir.“„Aha.“ Sophie nickt.

Und da kommt auch schon der Bus. Miriam hat es nicht weit bis zur Schule. „So, jetzt muss ich aber gehen, tschau.“ „Tschau.“ Sie steigt aus. Nun muss Miriam nur noch ein kleines Stück bis vor zur Schule laufen.

Und dort wartet schon ihre Freundin Sarah. „Hallo Sarah, wartest du schon lange?“ „Wenn du mich fragst“, antwortet Sarah, „Schon eine halbe Ewigkeit. Mein Vati musste zur Arbeit und nahm mich gleich mich, und da er diesmal etwas eher kommen musste, bin ich auch eher hier als sonst.“

Es klingelt, und sie gehen rein. Nach und nach kommen auch ihre Freunde, und als die erste Stunde beginnt, kommt die Lehrerin herein. „Guten Morgen.“, rufen die Schüler und Schülerinnen. „Setzt euch!“, fordert die Lehrerin die Schüler auf.

Die Stunde vergeht schnell, weil Miriam viel für den Bericht einfällt, und schneller als die anderen fertig ist. Die zweite Stunde dürfen sie malen, und auch die Stunde vergeht wie im Nu. In der dritten Stunde spielen sie mit Frau Hansky ein Spiel, aber das gefällt Miriam nicht so gut, weil die Jungs andauernd rumnörgeln:

„Das ist doof“, „Ein echtes Mädchenspiel“ und „Können wir nicht was anderes spielen?“. Endlich ist die Stunde vorbei und die Zeugnisausgabe beginnt. Die Lehrerin bittet jeden einzeln vor und sagt noch ein paar Worte dazu. Sie macht es immer sehr spannend.

„Natascha Lüttich“, ruft Frau Lotus auf. Nach ihr ist Miriam dran. „Sehr gut, du hast dich in 3 Fächern verbessert. Aber auch in 2 Fächern verschlechtert. Streng dich weiter so an und du bekommst die 3 auch noch weg. Deine Eltern werden stolz auf dich sein.“ Natascha nahm das Zeugnis stolz entgegen.

„Miriam Ostermann“ Nun kommt Miriam dran. Endlich.„Du hast dich in 2 Fächern verbessert, und sonst ist alles wie auf dem vorigen Zeugnis. Schön. Und auch deine Mitarbeit hat sich erstaunlich verbessert.“

Ja, dachte Miriam, in 2 Fächern hat sie sich verbessert. Mutti wird sich freuen. Endlich ist die Schule aus und Miriam wird abgeholt. Sophie sitzt schon im Auto.

„Und, Miriam, wie ist es gelaufen?“, fragt ihre Mutter. „Stell dir vor, ich habe mich in 2 Fächern verbessert!“
“Und verschlechtert?“, wollte Mutti wissen. Stolz sagt Miriam: „In keinem.“„Das ist ja wunderbar, zu Hause habe ich eine kleine Überraschung für euch.“

Sie fahren nach Hause, und Mutti erzählt ihnen die Überraschung: „Wir fahren ins Kino!“

Die Urheberrechte liegen beim Autor.

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