Lese-Ecke
Horseland- das Internat für Pferd und Reiter
von Lisa Schuck
"Vanessa! Post ist da!!! Von Horseland! Ich leg sie hier auf die Treppe!" "Endlich", dachte Vanessa und lief die Treppe runter. Darauf hatte sie schon so lange gewartet. Horseland ist ein Internat, wo es natürlich normalen Unterricht gibt, aber man hat ein eigenes Pflegepferd und es gibt am Tag zwei Reitstunden gibt. Den Rest des Tages kann man mit dem Pferd machen was man will, oder etwas anderes.
Die Aufnahmeprüfung hat sie vor einer Woche absolviert. Und jetzt kam die Antwort. Vorsichtig öffnet sie den Brief und las:
Sehr geehrte Vanessa Souis,
Den Ergebnissen ihrer Prüfung zu Folge, sind sie in der Lage auf unserem Internat Schülerin zu sein. Hier sind ihre Noten:
- Mathe: 3
- Deutsch: 2
- Englisch: 1
- Reiten in der Praxis: 2
- Reiten in der Theorie: 2
Der Zug fährt kommenden Sonntag.
Herzlichen Glückwunsch
Die Direktorin Johanna Mayröcker
"Jaaa!!!" Vanessa reißt die Hände in die Luft und läuft zu ihrer Mutter in die Küche. "Sie haben mich genommen! Jetzt bin ich eine Schülerin von Horseland! Sonntag fährt der Zug. Ich geh schon mal packen". Ohne auf eine Reaktion ihrer Mutter zu warten lief sie in ihr Zimmer. Aber anstatt zu packen rief sie erst mal ihre beste Freundin Ilona an. "Hi Ilona! Ich bin ab Sonntag nicht mehr hier. Horseland hat mich genommen!!!" "Das ist ja schon in drei Tagen. Wenn die Ferien zu Ende sind. Freu mich ja echt für dich. Aber, wie weit ist das noch mal von hier entfernt? Ne Stunde oder Zwei?? Ein paar tausend Kilometer?"
"Hey. Ich schreib dir doch jeden Abend, man darf ja schließlich die Laptops mitbringen. Wenn ich da bin, schicke ich dir Bilder von dem Hof und von meinem Pflegepferd." "Na ja gut. Aber ich meine wir waren schon immer beste Freunde und jetzt gehst du weg." "Ja, aber das heißt doch nicht, dass wir uns nicht mehr sehen. Wir bleiben immer beste Freunde. Du, ich muss jetzt packen. Ich melde mich noch mal. Tschüss!" "Ja ist gut. Tschüss!" Vanessa legte auf.
Aber anstatt zu packen wie sie es Ilona gesagt hatte, legte sie sich auf's Bett und ging erst mal auf web.de. Vanessa schrieb an alle die selbe Nachricht:
Gerade kam der Brief, dass Horseland mich genommen hat. Nächste Woche geht es los.
Die Prüfungen habe ich eigentlich ziemlich gut hinbekommen. Sogar in Mathe keine 4.
Eigentlich sollte ich jetzt ja packen. Aber ich habe noch soviel anderes zu tun. Ich muss mich in der Schule abmelden (es ist ja schließlich ein Internat), ich muss den Reitunterricht streichen. und ... und ... und. Aber gut. Dann werde ich jetzt mal packen und rumtelefonieren (bei der Schule muss aber, glaube ich, meine Mutter anrufen?!) Bis dann ich meld mich
Vanessa
Sie loggte sich aus und fuhr den Laptop runter. "Na dann werde ich wohl mal packen müssen", sagte Vanessa zu sich selbst und ging auf den Speicher um einen ihrer größten Koffer zu holen. Diesen schleppte sie dann auch wieder runter in ihr Zimmer und legte ihn offen auf ihr Bett. "Was muss denn jetzt alles mit. Irgendwo war doch so ne Liste wo das drauf stand. Vielleicht ja noch im Briefumschlag", dachte Vanessa und ging zu ihrem Schreibtisch um nachzusehen. Ja da lag er. Mal sehen was da so steht.
Bettbezug, Waschzeug, Reitsachen, Taschengeld, Poster (wenn man will), Regensachen, Sommersachen, normale Klamotten, Fotoapparat, Laptop, Handy, persönliche Dinge die man unbedingte bei sich haben will wie Fotos oder so, Krankenkasse, Impfschein, Ausweis und das ganze Zeug. So ging das noch ne ganze Seite weiter.
Vanessa lief reuz und quer durch ihr Zimmer und packte alles zusammen. Nach knapp zwei Stunden war dann alles gepackt und Vanessa ging ins Wohnzimmer, wo ihre Mutter denn Tisch für's Abendbrot deckte. Viele sagen Vanessa sieht genauso aus wie ihre Mutter. Von ihrem Vater hat sie nur ihre Größe. Denn ihre Mutter war mit ihren 1,80cm nicht unbedingt die Größte. Vanessa war mit ihren 14 Jahren 1,70 cm und würde noch wachsen. Die grünen Augen, braunen Haare und leicht braune Hautfarbe hatte sie von ihrer Mutter. Ihre Mutter und Vanessa waren wirklich zwei super hübsche Menschen.
"Mama, du musst noch in der Schule anrufen, dass ich nach den Ferien nicht mehr komme. Ich fahre nachher mal zum Hof runter und sag da bescheid."
"Ja ist gut. Ich ruf nachher mal an. Was sagt denn Ilona dazu dass ihr euch jetzt nicht mehr so oft seht?" Fragte ihre Mutter Heidi, und drückte ihr zwei Brötchen in die hand.
Ihr Vater war mal wieder auf einer seiner Geschäftsreisen und sonst hatte Vanessa keine Geschwister. "Sie war schon sehr traurig. Aber ich habe ihr gesagt, dass ich ihr jeden Abend ne Mail schicke wo drin steht was an diesem tag passiert ist und schicke ihr Bilder von meinem Pflegepferd. Da war sie wenigstens wieder etwas happy." "Na dann. Du kannst sie ja fragen ob sie noch mit zum Bahnhof will, wenn du am Sonntag fährst." Ihre Mutter hatte immer die richtigen Einfälle. "Ja!!! Ich ruf sie nachher noch mal an."
Heidi legte noch die Butter auf den Tisch und Vanessa die Messer. Dann setzten sie sich und fingen an zu essen. "Schade, dass Papa jetzt nicht da ist. Immer wenn ich eine gute Note habe, ich versetzt werde oder ein Springturnier gewonnen habe, immer ist er auf Reisen. Auch jetzt wo ich von Horseland genommen wurde ist er nicht da." Vanessa war jetzt schon wieder traurig.
Es ist schon wahr. Ihr Vater kommt vielleicht mal am Wochenende und ist dann am nächsten Tag wieder in Schweden oder sonst wo. Und weil er dann ein Schlechtes Gewissen hat schickt er ihr alle möglichen Geschenke. Vor einer Woche war es zum Beispiel eine neue Reithose aus England. Für sein Spätzchen darf es ja auch nur das Beste sein.
Viele ihrer Freunde beneiden sie dafür, aber Vanessa hätte es lieber wenn ihr Vater da wäre und sie keine Geschenke bekommt. Viele Sachen die sie geschenkt bekommt, gibt sie an ihre Freunde weiter. Sie braucht es einfach nicht. "Ich weiß ja, dass er dir fehlt. Aber sieh mal. Es ist sein Traum! Und genauso kann er jetzt sagen, dass du ja nie da bist," versuchte ihre Mutter ihr mal wieder zu erklären warum ihr Vater oft nicht da ist. "Das ist was anderes. In die Schule muss man gehen. Und ich habe da halt meinen Spaß und gehe auf ein Internat mit Pferden. Aber Papa ..." "Bei Papa ist es genau das Gleiche. Er besorgt uns das Geld weil er das muss und hat seinen Spaß, weil er, wie er es immer wollte, ständig auf Reisen geht. Für den anderen ist das halt etwas doof - für Papa auch wenn er am Wochenende nachhause kommt und du nicht da bist. Aber da müssen wir alle damit klar kommen."
Ring, ring, ring, ring. Das Telefon ging und Vanessa ging ran. "Hallo?" "Hallo Spätzchen. Ich habe gehört, dass du von Horseland genommen wurdest. Herzlichen Glückwunsch!!!" "Ja bin ich. Woher weißt du das denn?" "Ich habe eben noch mit deiner Mutter telefoniert. Sie hat's mir gesagt." "Nett, dass man mir sowas auch mal sagt. Wo bist du denn grade?" "In Italien. Ich sitze grade in einem Cafe. Ist es bei euch auch so warm? Hier ist es bestimmt 30 C°." "Hier ist es zwar auch warm, aber höchstens 28 C°. Reicht aber auch. Für Sommerferien ist es ja ein super Wetter. Ich werde gleich noch mal zum Hof fahren und mich für die Schulstunden abmelden. In den Ferien kann ich ja immer noch gehen, wenn ich zuhause bin. Mama hat grade gerufen ich soll weiter zu Abend essen. Ich schicke dir Bilder und eine Mail wenn ich da bin, okay?" "Ja. Na dann bis später. Tschüss!" "Ja, bis dann. Tschüss!" Vanessa legte auf und setzte sich wieder auf ihren Platz. Ihre Mutter war schon fertig. Sie war schon dabei ihre Sachen in die Spülmaschine zu räumen.
Vanessa aß schnell das letzte Stück Brot auf und brachte auch ihre Sachen weg. Zusammen räumten sie die Lebensmittel weg. "Ich fahre noch schnell zum Hof. Ich möchte noch mal mit Ilona sprechen. Die ist immer um die Zeit bei unserem Pflegepferd. Da muss ich mich auch noch abmelden." "Ja ist gut. Aber um elf bist du zuhause, ja?" "Ja klar. Bis dann!", rief Vanessa und war schon aus der Tür.
Die Ecke rum hatten sie einen Weg der an einem Gartenhaus endete. Da lief sie jetzt und holte ihr Rad herraus. Sie stieg auf und fuhr los. Der Weg dauerte nicht lange. Höchstens 15 Minuten.
Unterwegs dachte sie darüber nach, was sie wohl auf Horseland erwarten würde. Sicher viele liebe Pferde, wie ihr jetziges Pflegepferd Sternchen. Eigentlich ist es gleichzeitig auch eine Reitbeteiligung. Es ist ein deutsches Reitpony, mit einem super bequemen Gang. Die Besitzer sind, wie auch Vanessas Vater, geschäftlich viel unterwegs. Darum suchten sie jemanden die auf ihr Pony achteten. Da sie nie da sind kann man eigentlich sagen, dass es uns gehört. Als sie dann da war schloss sie ihr Rad ab und ging in den Stall.
Sternchen war nicht mehr in ihrer Box. Demnach musste Ilona mit ihm in der Halle sein. Also ging sie weiter bis zu der halle, die am Ende der Stallgasse war. Dort war auch Ilona. Sie hatte eine karierte Reithose an (auch ein Geschenk von Vanessas Vater) dazu nur ein blaues Top. Ihre schönen schulterlangen braune Haare, wie Vanessas, waren zum Pferdeschwanz gebunden. Sie ritt als einzige in der Halle. Die beiden passten echt perfekt zusammen.
"Hi Van! Warte ich komme." Ilona ritt in die Mitte der Halle und stieg ab. Das Halfter hing noch draußen am Anbindebalken. Das gab sie ihr und Ilona nahm Sternchen Sattel und Trense in der Hale ab und halfterte sie auf. Dann brachte Vanessa Sattel und Trense in Sternchens Spind und ging zurück zur Halle. Lass und ne Runde durch den Wald gehen." Schlug Ilona vor. Das taten sie dann auch. Ungefähr 10 min. gingen sie schweigend nebeneinander her, und blieben manchmal stehen damit Sternchen was fressen konnte. Im Wald gab es nämlich immer wieder mal eine Stelle mit hohem Gras. Irgendwann hielt es Vanessa nicht mehr aus und sagte zu Ilona: "Ab Sonntag musst du dich dann alleine um Sternchen kümmern. Nur in den Ferien wenn ich hier bin kann ich mithelfen." "ja, muss ich wohl ... wenn du in Horseland bist, musst du mir aber eines versprechen", sagte Ilona und man sah ihr an, dass sie lieber alles so wie früher gehabt hätte. "Du musst mir versprechen, dass du mich nicht vergisst und dir keine neue beste Freundin suchst nur weil ich ein paar tausend Kilometer weit weg bin." "Also hör mal Ilona. Wir sind seit der Krabbelgruppe best friends. Warum sollte ich dann ausgerechnet wenn ich auf ein Internat gehe mir eine Neue suchen? Klar werde ich da viele neue Freundinnen kennen lernen und mit denen ich mich auch super verstehe und die anderen sagen werden, dass ich ihre beste Freundin bin. Aber meine beste Freundin wirst immer du bleiben. Und da wird sich auch nichts dran ändern. Das schwöre ich dir bei ... ähm ...", Vanessa sah sich suchend um, nach etwas auf das ihr wichtig war und auf das sie schwören könnte. Da viel ihr Blick auf Sternchen die in Ruhe am Grassen war. "Ja ich schwöre das auf Sternchen. Und du weißt wie sehr ich an ihr hänge. Und du weißt auch wie sehr ich sie vermissen werde. Du musst mir deshalb versprechen, dich weiterhin gut um sie zu kümmern und ja drauf zu achten, dass so Zicken, die von sich alles nur erdenkliche behaupten, nie auf dieses super liebe und hübsche Tier steigen.
"Ach ja. Mama hatte vorgeschlagen, dass du am Sonntag mich und meine Mutter zu Bahnhof begleitest. Mama würde dich, wenn ich dann weg bin, auch wieder nachhause bringen." "Klar komme ich mit." Arm in Arm gingen sie wieder zum Hof zurück. Während Ilona Sternchen fertig für die Box machte, ging Vanessa in den Hof rief die Besitzer von Sternchen an.
"Hallo Frau Jansen. Hier ist Vanessa." "Hallo Vanessa. Ist was mit Sternchen? Das wäre grade mal ganz schlecht. Wir sind grade in Berlin. Und das dauert bis wir dann wieder in Stuttgart sind ..." "Nein Frau Jansen. Mit Sternchen ist alles okay. Ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich mich nur noch in den Ferien um sie kümmern kann. Sie kennen doch bestimmt das Internat Horseland, oder? Da gehe ich ab Sonntag hin. Aber Ilona kann sich weiterhin um sie kümmern." "Oh. Das ist aber schade. Ihr zwei habt euch immer so gut um Sternchen gekümmert. Na ja. Ilona ist ja auch noch da. Du behältst den Spindschlüssel und in den Ferien kannst du dich ja wieder mit Ilona um sie kümmern. Aber gut, dass du Bescheid gesagt hast. Dann wünsche ich dir mal viel Spaß auf Horseland, Vanessa!" "Ja Danke. Ich werde ganz sicher viel Spaß haben. Tschüss!!!" Als sie wieder zu Ilona zu Sternchens Box kam stand sie noch immer mit Sternchen davor. Und Sternchen war noch immer gehalftert.
"Hier Vanessa. Du bist bald nicht mehr da. Die letzten drei Tage die du noch da bist, kannst du dich alleine um Sternchen kümmern", sagte Ilona und hielt Vanessa Sternchens Strick entgegen. "Das ist ja echt lieb von dir. Aber ich habe in Horseland ein eigenes Pflegepferd. Darum muss ich mich das ganze Jahr kümmern. Aber gerne würde ich Sternchen mit dir fertig machen. Sie ist das Pflegepferd von uns beiden." Vanessa fand das zwar süß von Ilona, aber auch Ilona gehört Sternchen. Und Vanessa wird ja bald auch das ganze Jahr mit Pferden zu tun haben. Also brachten sie Sternchen gemeinsam weg. Vanessa band sie an und dann putzten sie sie gemeinsam. Nach 20 Min. brachte Ilona sie in die Box.
Vanessa erschrak leicht als ihr Blick auf die Stalluhr viel. Es war schon 22:50! "Oh Shit! Ilona ich muss schnell nachhause! Um elf sollte ich eigentlich zuhause sein. Das schaffe ich jetzt schon nicht mehr. Ich ruf dich morgen an, okay?" "Ja. Beeil dich!"
Zuhause brachte Vanessa ihr Rad weg und wollte mit runterhängendem Kopf und treuem Hundeblick die Standpauke über sich ergehen lassen. Doch das Haus war leer. Im Flur sah sie einen Zettel mit einer Nachricht von ihrer Mutter:
Hi Schatz,
Ich bin noch kurz bei einer Freundin. Ich komme so gegen 23:30 oder 23:45 wieder. Wenn du um elf hier bist geh bitte gleich ins Bett.
Hab dich lieb Mama
Das ist ja noch mal gut gegangen. Vanessa legte den Brief auf den Küchentisch und ging die Treppe hoch ins Bett. Nachts träumte sie von Horseland. Sie träumte, dass sie mit einer neuen Freundin am Strand reiten würde ( liegt ja schließlich in Spanien). Anschließend ein Eis essen und dann zurück zum Gestüt. Dann wachte sie leider auch schon wieder auf.
"Alle einsteigen!", hallte es über den Bahnhof. "Ich werde dann mal gehen. Ilona beruhige dich. Ich werde dich anrufen wenn ich da bin und ich habe dir doch was versprochen." Vanessa versuchte ihre Freundin zu trösten die in Tränen ausgebrochen ist, als Vanessa gehen wollte. "Vanessa-Schatz geh schon. Der Zug wird nicht ewig warten. Ilona komm her." In solchen Fällen war Vanessa richtig stolz auf ihre Mutter. Wenn jemand richtig verzweifelt ist, dann ist sie nicht mehr die Mutter von Vanessa, sondern eine gute Freundin die weiß wie man dich trösten kann. Auch Ilona lehnte sich an Vans Mutter und schaute Vanessa nach. Als der Zug losfuhr stellte Vanessa sich an ein Fenster und winkte Ilona und ihrer Mutter noch mal. Als man sie nicht mehr sehen konnte machte sie sich auf die Suche nach einem Platz. Der Zug erinnerte sie an den Hogwarts-Express. Von der Aufteilung her sah er genauso aus. Vanessa musste grinsen und dachte daran, dass das jetzt ein Horseland-Express ist.
Rechts und Links waren alles besetzt. Nur in einem saß ein Mädchen. Sie sah nett aus. Sie hatte lange blonde Haare und war nicht so gekleidet als ob sie eine angeberische Zicke sei. Mit so einer wollte sie nicht fahren. Aber die hier sah nett aus.
Also ging sie in die Kabine und fragte: "Hallo, darf ich mich hier reinsetzten?"
"Ja klar, komm rein!" Vanessa holte ihre Koffer die noch im Gang standen und schob sie unter den Sitz. WBist du auch neu?", fragte das Mädchen als Vanessa alles verstaut hatte.
"Ja, wie heißt du den?" "Oh t’schuldigung wenn ich das vergessen habe. Ich heiße Shelly. Eigentlich Michelle aber ich mag den Namen nicht. Darum müssen mich alle Shelly nennen." "Also heißt du eigentlich Michelle Kröger?", Vanessa fragte das richtig aufgeregt. "Ja. Warum?" "Ich bin Vanessa Souis. Wir teilen uns das einzige Zweibettzimmer."
"Du bist das? Da bin ich aber froh, dass du nicht so eine eingebildete Zicke bist, die nur daran denkt auf dem Pferd gut auszusehen und es egal ist ob es dem Tier gut geht. Dann bist du jetzt auch in der 8. Klasse?" "Ja! Dann werden wir wohl den selben Stundenplan bekommen. Hast du zuhause ein eigenes Pflegepferd oder ein eigens Pferd?"
"Nein, ich habe weder das Eine noch das Andere. Ich bin ja darum auch nach Horseland gekommen. Damit ich ein eigenes Pflegepferd habe. Meine Mutter kann das nicht bezahlen. Und du?" "Ich habe mit meiner Besten Freundin ein Pflegepferd. Man kann aber auch sagen, dass es eine Reitbeteiligung ist. Die Besitzer sind eigentlich nie da. Immer auf Geschäftsreisen. Darum suchten sie sozusagen zweite Besitzer. Das haben dann Ilona, meine beste Freundin, und ich gemacht. Während ich auf Horseland bin kümmert sich Ilona um Sternchen. Und in den Ferien wenn ich zuhause bin kümmre ich mich wieder mit um sie. Auf Horseland wollte ich gehen, weil sie einen ziemlich guten Ruf hat, und ich bei den Pferden sein will. Ach übrigens, wenn du willst kannst du mich auch Van nennen. Meine beste Freundin nennt mich auch so." "Klar nenne ich dich Van. Ich finde es sowieso besser Leute bei Spitznamen zu nennen. Zumindest wenn es so lange Namen wie Vanessa sind, oder Namen die nicht zu einem passen, wie Michelle."
"Achtung! Wir sind in 10 Min. da. Bitte zieht euch um und packt eure Sachen zusammen. Auch wenn der Zug steht bleibt bitte in euren Kabinen. Aussteigen könnt ihr wenn folgendes Signal ertönt: PIIIIIIIEEEEPPPPP!!!!!!!!!!!
"Na komm Van. Wir müssen uns umziehen. Glaubst du es gibt hier so was wie Sichtschutz? Mir macht es ja nichts aus mich vor dir umzuziehen. Aber nicht vor den Leuten die durch den Gang laufen weil sie aufs Klo müssen oder so." "Sieh mal da oben an der Tür ist ein Vorhang. Hol den mal runter." Die nächsten 5 min. brauchten Shelly und Van um sich die Uniform anzuziehen. Sie bestand aus Einem Knielangen dunkelblauen Rock mit einem dunkelblauen T-Shirt. Auf dem Shirt war ein Pferdekopf in einem H. Dazu hatte sie noch Turnschuhe. "Ich frag mich ja, wie man in diesem Outfit sich um Pferde kümmern soll. Wenn, dann kann das jeden Abend in die Wäsche. Für Schulunterricht ist das ja ganz okay. Aber wozu sollen wir dann unsere eigenen Klamotten mitbringen?"
PIIIEEEPPP!!!!
"Na komm. Wir müssen raus. Weißt du wo wir hin müssen?" "Äh ... ich glaube wir müssen ins Sekretariat. Aber die Leute müssten uns das doch sagen könnwn."
"Alle die neu an dieser Schule sind, folgen mir bitte!", sagte ein Mädchen die vielleicht 18 war. Sie hatte lange Haare und diese rot. Hundert pro gefärbt. Sie trug auch die Schuluniform. Sie gehörte ganz eindeutig zu den typischen Zicken. Jedenfalls vom Optischen her. "Na bitte. Sind wir nicht die einzigen die dumm dastehen.", meinte Shelly und ging zu dem Mädchen rüber das grade alle Neulinge gerufen hatte. Ich heiße Barbara und bin eine Schülerin der 12. Klasse. Jedes Jahr wird der Klassensprecher der Zwölf die Neulinge geordnet in ihre Zimmer bringen, und ihnen alles zeigen. Sind alle da? Dann los."
Viele Neuzugänge gab es ja nicht. Außer Shelly und Van waren da noch ein Mädchen mit blondem, Kinnlangen Haar. Sie war höchstens 12, also ungefähr 6. oder 7. Klasse. Dann noch ein Mädchen mit schwarzem Haar, die jedem der es hören wollte sagte wie toll sie reitet und das ihre Haare stolze 1 Meter lang sind. Das wird wohl nichts. Sie ist sicher 15 also 9. Klasse. Und es gab noch ein eher schüchternes Mädchen mit schönen hellbraunen Haaren. Sie könnte auch so 14 sein. Also auch in der 8. Klasse. Mittlerweile standen die fünf im Hof von Horseland. Ich zeige euch jetzt eure Zimmer. Dafür bleibt ihr alle hier und ich rufe euch nacheinander auf. Wenn alle ihre Zimmer haben, treffen wir uns in 30 min. wieder hier unten. Für euch Neuzugänge beginnt der Unterricht erst am Dienstag. Das wird euch aber unsere Direktorin auch noch sagen. Okay, zuerst Mandy klasse 6." Mandy war also nicht in ihrer Klasse. Als Barbara wieder kam sah sie wieder auf ihre Liste uns las vor: "Joanna klasse 9." Das war das Mädchen das allen die es hören wollten erzählte wie toll sie doch ist. (Das tat sie übrigens auch, wenn es keiner hören wollte.)
Als Barbara wieder da war: "Okay. Wer von euch dreien hat das einzige Zweierzimmer?" "Wir", sagte Van und zeigte auf sich und Shelly. "Ihr seid also Michelle und Vanessa?" "Ja, aber wir werden Shelly und Van genannt.", meinte Shelly und packte ihre Sachen. "Okay, werd ich mir merken. Ashley", sagte Barbara und zeigt auf das schüchterne Mädchen "du kannst gleich mitkommen. Du bist auch 8. Klasse. Ich meine du hast das Zimmer neben den beiden hier. Alle Achter haben eine Etage, alle Fünfer, Sechser, Siebener, Neuner, Zehner, Elfer und Zwölfer."
Mittlerweile waren sie bei ihrem Zimmer angelangt. "Das ist das Zimmer von Shelly und Van. Hier sind eure Zimmerschlüssel. Den Schlüssel kriegen wir am Ende des Jahres wieder, da werdet ihr eine Etage höher ziehen die Bändern könnt ihr behalten." Van und Shelly betraten das Zimmer in dem sie die nächsten Jahre leben werden.
Gleich hinter der Tür war eine weitere Tür. Dahinter war das Bad. Geradeaus war ein Tisch mit zwei Holzstühlen auf deren Sitzfläche rote Kissen lagen. Dahinter ein Kleiderschrank und dahinter ein Bett am Fenster. Auf der anderen Seite war ein Bett unter der Schräge und davor ein Kleiderschrank.
"Welche Seite willst du haben? Also ich hätte ja gerne das Bett unter der Schräge.", fragte Van Shelly und ging schon mal zu dem Kleiderschrank unter der Schräge und öffnete ihn. "Viel Platz ist hier ja schon. Ist es okay wenn ich auf diese Seite gehe?" Van sah Shelly fragend an. "Ja klar. Am Fernster ist es ja auch schön." Vanessa und Shelly packten ihre Sachen aus und gingen dann zusammen wieder runter in den Hof. Die anderen waren auch schon wieder da. Vanessa kam es sogar so vor als ob Joanna ihre Haare gekämmt hat anstatt ihr Gepäck auszupacken. Mit so einer will sicher niemand auf ein Zimmer. Mit wem sie wohl auf einem Zimmer ist? "Okay. Alle mal mitkommen. Ich zeige euch jetzt den Hof. Wie ihr wisst habt ihr einen Fragebogen ausfüllen müssen und ein Video zuschicken müssen wie ihr reitet. Dem nach haben wir uns überlegt welches Pferd wir euch zuteilen können. Wir gehen jetzt erst mal ne Runde über Horseland und dann zeige ich euch eure Pferde. Von mir aus könnt ihr euch auch schon mal mit ihnen bekannt machen. Nur um 18:00 Uhr müsst ihr wieder im Saal sein den ich euch noch zeigen werde und dann gibt es Abendbrot. Zu dieser Zeit wird die Direktoren Frau Mayröcker euch auch noch einige Regeln nennen und euch die Stundepläne geben."
Barbara zeigte ihnen die Sattelkammer, den Saal, die Futterkammer, die Halle, den Longierzirkel, die Klassenräume, den Hallenplan, und, und, und. Zuletzt dann endlich die Pferde. Normalerweise stehen die Pferde zu dieser Jahreszeit auf der Koppel. Eure Pferde stehen aber heute in der Box damit ihr wisst welches wem gehört. Also. Ich lese die Namen von euch und dann die Namen von eurem Pflegepferd. Gut also. Joanna Pepper, Ashley Maya, Shelly Karamu und Van Syrakusa. Okay. Dann könnt ihr jetzt eure Pferde suchen und sie auch rausholen. Horseland wünscht euch viel Spaß" Barbara verteilte die Spindschlüssel für die Spinde und zog ab. Alle gingen ihre Pferde suchen. "Sollen wir unsere raus holen und putzen?", fragte Shelly. "Ja klar. Ich geh mal meinen Spind suchen." "Ja ich komm mit." Die beiden gingen in die Sattelkammer und suchten die Nummern die auf ihren Schlüsseln standen. Zuerst hat Van ihren gefunden. Sie schloss ihn auf. Da war alles drin was man so brauchte. Und alles neu!: Longe, Sattel, Trense, Gamaschen, Halfter, Strick, Helm, Putzkasten, eine Rolle Zewatücher, eine Tüte Leckerlis, eine Sommerdecke, eine Winterdecke und Pferdehaargummis. Auch Shelly hatte ihren Spind gefunden (übrigens gleich neben Vans) und holte ihr Halfter und Strick raus. "Was hast du für eins?", fragte Shelly Van und hielt ihr Halfter hoch. "Ich habe ein schwarzes Halfter mit Lammfell. Guck! Deins ist doch genauso nur in blau.", stellte Vanessa fest.
Sie schlossen ihre Spinde wieder ab und gingen zu den Pferden. Van machte die Box von Syrakusa auf und redete leise mit ihr: "Hallo. Du gehörst jetzt also mir. Na du bist ja ne ganz süße und liebe." Sie halfterte Syrakusa auf und führte sie raus. Direkt vor den Boxen waren die Anbindebalken. Da machte Vanessa und Shelly ihre Pferde fest und fingen an diese zu putzen. Nach 20 min. geputzte meinte Van: "Shelly pass mal bitte ein bisschen auf Syrakusa auf. Ich hol mal meine Digicam. Ich wollte Ilona doch jeden Abend schreiben was passiert ist. Dann kann ich ihr schon mal ein paar Bilder schicken." Vanessa ging hoch in ihr Zimmer und holte die Kamera von dem Regal runter das über dem Bett befestigt war (bei Shelly auch, sie hatte da aber noch nichts hingelegt).
Als sie wieder unten bei den Pferden war kuschelte Shelly grade mit Karamu. Er war ein total liebes und knuffiges Pferd. Karamu war ein Araber-Haflinger. Sein Fell war Honigbraun und Schweif und die Mähne waren etwas dunkler. Klick! "Voll süß das Bild. Das druck ich dir aus. Machst du bitte ein Bild von mir und Syrakusa?" "Ja mach ich. Wie geht das den?" Vanessa erklärte es ihr und dann stellte sie sich neben Syrakusa. "Mach bitte ein Bild auf dem man die uniform gut sehen kann. Und eins wo es nur meinen und den Kopf von Syrakusa gibt." "Okay, alles im Kasten. Wir haben gleich sechs. Lass uns mal sie Pferde in die Boxen bringen und dann essen gehen."
Gesagt getan. Pünktlich um sechs betraten sie den Saal. Nachdem irgendwie alles an diesem Internat an Harry Potter erinnerte war sie fast schon enttäuscht das es keine Haustische gab. Hier standen viele 6-er Tische, so runde Gruppentische. Die waren noch nicht mal Klassenweise sortiert. Man sollte sich setzten wo man will. Da Shelly und Van pünktlich da waren, waren sie auch mit die ersten im Saal. Lass uns hier hinten an der Tür sitzen. Dann sind wir nachher schnell wieder draußen." Auf dem Tisch standen zwei Körbe mit Brötchen dazu Marmelade, Nutela, Honig, Salami, Fleischwurst, Schinken, Butter, Quark, Tomatenscheiben, Käse und noch mehr. Um 18:05 Uhr kam die Direktorin rein und setzte sich an einen 6-er Tisch der aber nicht im Kreis, sondern nebeneinander stand. Sie war noch Anfang vierzig, sah aber nett aus. Auch sie trug die Schuluniform.
Als der letzte die Tür hinter sich geschlossen hatte, erhob sich Frau Mayröcker und keiner sprach mehr. "Guten Abend und herzlich Willkommen auf Horseland! Für die neuen Schülerinnen sind hier die Regeln", Frau Mayröcker nahm ein Blatt aus ihrer Rocktasche (ja so was gab es auch in den Uniformen) und las die Regeln vor:
" 1. Die Uniformen werden nur im Unterricht getragen. Wenn ihr in die Stadt wollt, zu den Pferden oder Reitunterricht habt zieht ihr eure Alltagsklamotten an bzw. Reitklamotten.
2. Um 11 Uhr ist Nachtruhe. Dann liegen alle in ihren Betten und das Licht ist aus. Die Lehrer sehen um 11 in jeder Etage nach.
3. Jeden Abend müssen sich diejenigen die am nächsten Morgen ein Ei wollen in der Liste eintragen die im Eingangsbereich hängt. Das machen wir, weil es sonst nicht gegessen wird.
4. Wenn ihr reiten wollt ohne, dass ihr Reitunterricht habt, seht im Hallenplan nach wann Platz ist und tragt euch da ein. Der Plan hängt an der Halle.
5. Vor den Ferien werden von den jeweiligen Bewohnern die Zimmer gefegt und ordentlich hinterlassen. Ich rate nicht, irgendwelche Sachen hier zu lassen, weil in den Ferien keiner hier ist. Somit garantieren wir nicht das euere Sachen in den Ferien hier sicher sind.
6. Alle sind pünktlich zum essen da
7. Die Reitstunden beginnen pünktlich, wer zu spät kommt darf nicht an der Stunde teilnehmen
8. Wenn ihr in die Stadt geht meldet ihr euch bitte bei mir im Sekretariat ab.
9. Wenn ihr hier durch die Gegend lauft wird nichts Bauchfreies getragen, wenn ihr ausgeht ist mir das egal.
10. Ihr könnt das Telefon benutzen. In den Zimmern der Neulinge werden während des Essens Karten auf die Tische gelegt. Das sind Telefonkarten. Die schiebt ihr in das Telefon. Vor den Ferien gibt ihr mir die und ich sage euch wie viel ihr mir während der Ferien überweisen müsst. Kostenlos geht das nicht. In jedem Flur ist ein Telefon.
Na dann Guten Appetit. Ach ja. Für alle Schülerinnen beginnt morgen früh der Unterricht. Nur für die Neulinge übermorgen. Damit ihr euch noch etwas einleben könnt. Ihr müsst dann wieder in den Unterricht ihr reinfinden. Eure Stundenpläne werden jetzt wie eure Telefonkarten auf den Zimmern verteilt. Na dann esst!"
Als diese Worte gesprochen waren, begann sofort der Lärm von vielen plappernden Mäulern. Vanessa nahm sich gleich mal ein Brötchen mit viel Nutela. Und zum Ausgleich noch eins mit Marmelade. Noch das Nutelabrötchen im Mund fragte sie Shelly: "Nimsch du morgen ein Ei? Isch ja. Das isch escht voll lecker." "Ich nehme auch eins. Lass uns das machen wenn wir hochgehen." Dann sprachen sie nicht mehr sondern aßen jeder noch drei Brötchen. Dann stand die Direktorin wieder auf. "Wir haben jetzt halb sieben. Ihr könnt jetzt in eure Zimmer gehen. Wer will kann auch noch raus gehen. Aber um 11 sind alle in den Betten und um 9 sind alle im Haus." Langsam gingen alle Schülerinnen aus dem Saal. Manche gingen noch zu den Pferden, andere in die Gemeinschaftsräume und manche einfach nur auf ihr Zimmer. So auch Shelly und Van. Die beiden machten aber noch einen Abstecher bei der Eierliste vorbei und trugen Shelly 1x und Van 1x ein. Dann gingen sie in ihr Zimmer um sich endlich ihre Stundenpläne anzusehen. Vanessa schloss die Zimmertür auf und Shelly lief gleich zu dem Tisch auf dem die zwei Stundenpläne lagen. Schnell machte sie sich einen Überblick und rief fröhlich: "Van! Wir haben genau den gleichen! Das ist ja cool. Du hast die selben Wahlfächer wie ich gewählt."
Schlecht war der Stundenplan nicht:
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| Mathe | Reitstunde | Deutsch | Freistunde | Englisch |
| Deutsch | Freistunde | Freistunde | Reitstunde | Freistunde |
| Englisch | Englisch | Reitstunde | Biologie | Reitstunde |
| Freistunde | Biologie | Englisch | Deutsch | Mathe |
| Reitstunde | Mathe | Biologie | Englisch | Deutsch |
| Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen |
Die zweite Stunde könnt ihr euch selber einteilen. Sprecht dazu mit den Reitlehrern. Die Freistunden sind dazu da die Pferde reitfertig zu machen.
"Na, das ist doch mal ein guter Stundenplan. Ich schicke meiner Freundin jetzt mal schnell ne Mail.", sagte Van und holte ihren schwarzen Laptop aus der Schutztasche und startete ihn. Dann gab sie ihr Passwort Sternchenandilona ein und ging ins Internet. Da auf web.de und gab da ihr Passwort ilonaandsternchen und klickte auf "neue Mail senden" und schrieb in die Adressenleiste: [email protected] <mailto:[email protected]> und schrieb:
Hi Ilona,
hier ist es echt schön. Ich habe mit einem total netten Mädchen das einzige Zweierzimmer. Wir haben den selben Stundenplan und sind auch schon gut befreundet.
(keine Panik! DU bleibst meine ABF!!!) Mein Pflegepferd ist ein Lipizzaner und heißt Syrakusa. Ein Bild von ihr habe ich auch geschickt. Mein Stundenplan:
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag |
| Mathe | Reitstunde | Deutsch | Freistunde | Englisch |
| Deutsch | Freistunde | Freistunde | Reitstunde | Freistunde |
| Englisch | Englisch | Reitstunde | Biologie | Reitstunde |
| Freistunde | Biologie | Englisch | Deutsch | Mathe |
| Reitstunde | Mathe | Biologie | Englisch | Deutsch |
| Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen | Mittagessen |
uns ist so ne total komische neu dazu gekommen. Sie ist aber in der Neunten. Sie ist nur an ihren Haaren interessiert. Würde mich nicht wundern, wenn sie bald mit Haarspray ankommt um ihr Pferd zu stylen.
HDL Vanessa
Sie klickte auf senden und ging in den Posteingang. Dort waren zwei Nachrichten.
Eine von web und eine von Lara eine ihrer Freundinnen denen sie schon vor der Fahrt die tolle Nachricht sandte. Die Mail von web löschte sie direkt. Das war sowieso nur Werbung. Und dann las sie die Nachricht von Lara:
Hi Van,
freut mich für dich. Ich habe schon versucht dich zu erreichen aber dich bekommt man ja nie ans Telefon ; ) . Jedenfalls habe ich dann bei Ilona angerufen ob du da bist. Aber sie hat nur angefangen zu weinen und meinte, dass du eben in den Zug gestiegen wärst und schon weg seist. Sie ist echt völlig fertig. Vielleicht solltest du sie mal anrufen oder eine Mail schicken. Was hast du den für ein Pflegepferd?
Lara
Als antwort schickte sie:
Hi Lara,
ich habe Ilona schon eine Mail geschickt. Jetzt grade mit dem Bild meines neuen Pflegepferdes. Ich fand es auch blöd zu gehen aber ich wollte schon immer hierher. Ich habe auch schon eine neue Freundin. Sie und ich haben das einzige Zweierzimmer und den selben Stundenplan. Mit uns beiden ist noch ein Mädchen neu dazu gekommen bei der würde ich mich nicht wundern, wenn sie auch auf dem Pferd nur von ihren 1 Meter langen Haaren erzählt. Das tut sie immer. Ob du das nun willst oder nicht. (ja, sie fragt und labbert dann einfach los.)
Ein Bild von meinem Pflegepferd Syrakusa liegt bei.
Bis dann Van
Sie loggte sich aus und ging auf Eigene Bilder. Da hatte sie einen Ordner der hieß Sternchen. Den öffnete sie jetzt.
"Shelly komm mal rüber an den Schreibtisch. Ich zeige dir Bilder von meinem alten Pflegepferd Sternchen." 25 Min. schauten sie sich Bilder von Sternchen beim Reiten, beim Grasen, beim Longieren, beim Fressen, beim Rumtollen auf der Koppel und ein paar Bilder von Sternchen mit Ilona und Vanessa an. "Die sind ja echt voll süß. Da kann ich nicht verstehen, dass jemand so ein Pferd zur Reitbeteiligung aufgibt", staunte Shelly.
"Ich glaube freiwillig hätten sie das auch nicht gemacht. Aber sie sind sehr viel im Ausland beschäftigt. Aber verkaufen wollten sie sie auch nicht. Darum haben sie jemanden gesucht. Dann haben sie Ilona und mich gefragt. Wir haben natürlich ja gesagt." Vanessa schloss den Ordner und fuhr den Computer runter. Es wurde noch ein lustiger Abend.
Sie unterhielten sich über verschiedene Pferdeabenteuer. Nach einiger Zeit holte Shelly eine Weingummitüte die ihre Mutter ihr gegeben hatte. Sie futterten, lachten und erzählten. Um halb elf gingen sie dann nacheinander ins bad und dann auch ins Bett. "Sollen wir morgen früh ausreiten? Wir haben da ja noch keine schule!", fragte Shelly plötzlich aus dem dunkel heraus, sodass Vanessa zusammenzuckte. "Äh ... ja komm mit. Nacht jetzt!"
Am nächsten Tag stand Vanessa schon um 7:00 Uhr auf. Sie weckte Shelly denn so hatten sie es abgemacht. Um acht gab es Frühstück und um 9:00 Uhr begann für die alten Hasen der unterricht. Für Vanessa und Shelly erst ein Tag später.
"Shelly, komm wach auf. Es gibt gleich Frühstück. Wir wollten doch noch ausreiten und uns für die Halle eintragen." Sagte Vanessa leise zu Shelly und schüttelte sie an den Schultern. "Was ... Mama lass mich ...", die Mama-Nummer. Shelly hatte ihr gestern gesagt was sie in diesem Fall tun sollte. Vanessa ging lächelnd ins Bad und machte einen Waschlappen eiskalt. Shelly meinte den solle sie ihr ins Gesicht werfen und die Rollladen hochziehen ... Das mache ihre Mutter auch immer. Na ja. So wollte Vanessa nicht geweckt werden. Sie kletterte auf Shellys Bettkante. "Jetzt bis du dran", flüsterte Vanessa, holte aus und warf. "AHHH!", Shelly saß kerzengerade in ihrem Bett. "Hihi. Du hast mit der Mama-Nummer begonnen. Du hast gesagt dann soll ich dich mit dem eiskalten Waschlappen abwerfen." Vanessa nahm lachend den Waschlappen und brachte ihn zurück in das Bad. Als sie wieder kam stieg Shelly aus dem Bett und knurrte Vanessa entgegen: "Man hast du Ideen. Wenn man dir was sagt machst du das auch noch." "Tja, so bin ich erzogen worden. Komm zieh dich mal an." Vanessa zog sich eine Jeans und ein weißes T-Shirt an. Dann ging sie ins Bad und machte sich soweit fertig. Während sie noch die Bilder ihrer Digitalkamera löschte, torkelte Shelly langsam ins Bad. Erst kurz vor acht gingen sie runter in den Saal. Zu Vanessas erstaunen waren sie nicht die letzte. Scheint so als ob es nicht nur den Langschläfer-Shelly gab. Zum Frühstück musste man an einem langen Tisch entlang gehen, sich die dinge nehmen die man essen will, sich hinsetzten und dann am Ausgang das schmutzige Geschirr in eine Tonne legen.
Während die anderen Schüler lustlos in ihre Zimmer gingen um ihre Schulsachen zu holen. Andere gingen Richtung Stall. Sie sahen etwas fröhlicher aus. Na, die konnten ihren Schultag ja auch mit einer Reitstunde beginnen. Auch Vanessa und Shelly gingen Richtung Stall. Allerdings gingen sie gleich zur Halle und sahen sich den Hallenplan an.
"Sieh mal. Heute Nachmittag um 15:00 Uhr ist frei. Da können wir die beiden ablongieren." Shelly schrieb bei Zirkel 1 Shelly+Karamu und bei Zirkel 2 Vanessa+Syrakusa hin. Dann gingen sie in den Eingangsbereich. Da hing eine Landkarte der Umgebung. Hier wollten sie mal nach sehen wo sie lang reiten wollten. Lass uns doch da durch den Wald und dann hier rechts runter und durch die Stadt zurück zum Hof. Das dauert bestimmt eine Stunde.", sagte Vanessa und zeigte Shelly den Weg mit ihrem Zeigefinger. "Okay. Dann lass uns jetzt Syrakusa und Karamu von der Koppel holen und schon mal in die Box bringen. Da können sie dann schon mal was fressen." Sie gingen zu ihren Spinden und holten Halfter und Strick raus. Dann noch ein Leckerli und ab zu den Pferden.
Weil alle Pferde sich vertrage und es nur Wallache gab durfte man sich aussuchen mit welchen Pferden man seins auf eine Koppel stellen wolle. Shelly und Vanessa haben sich eine zu zweit genommen. Syrakusa und Karamu grasten friedlich und ließen sich ohne Probleme aufhalftern und wegführen. Jedenfalls Syrakusa. Karamu lief öfter mal vor Shelly weg und graste. Wenn Shelly kam lief er wieder ein paar Galoppsprünge weg und graste wieder. Das war echt lustig zu beobachten. Irgendwann hatte Shelly keine Lust mehr, nahm Syrakusas Strick und hielt Vanessa Karamus
unter die Nase. "Hier. Ich kann nicht mehr." "Tja, wenn man keine Leckerlis mitnehmen will ..." Vanessa grinste und öffnete das Tor. Karamu sah auf und fing wieder an zu grasen. Sie hielt ihm das Leckerli hin und sagte: "Hey Karamu, sieh mal was ich hier habe, Lecker!" Karamu kam wirklich. Er nahm das Leckerli und Vanessa legte im schnell den Strick um den Hals. Dann konnte sie in aller Ruhe Karamu aufhalftern. Als sie mit ihm zu Shelly kam meinte sie: "Sieh mal wen ich mit dem Leckerli erpressen kann ..." Shelly nahm ihn und Vanessa nahm wieder Syrakusa. Nebeneinander gingen sie zurück in den Hof, stellten die beiden erst aber noch mal in die Box 1. Damit sie noch fressen konnten und 2. weil gleich eine Schulstunde ist, und alle Putzplätze belegt sind. Sie stellten sich an die Halle. Da war auch jemand drin. Joanna! Und sie ritt. Vanessa flüsterte Shelly zu: "Ich würde sie ja erst mal an die Longe nehmen. Die kann doch nichts." Da kam auch schon ne Reitlehrerin. Sie sah sich kurz an wie Joanna ritt und meinte dann zu ihr: "Du musst jetzt aus der Halle raus. Jetzt ist eine Stunde. Ich würde gerne mal mit dir reden!"
Als Joanna draußen war und ihr Pflegepferd fertig machte schauten sich Vanessa und Shelly noch den Anfang von der Schulstunde an. Sie hatten ja schließlich die selbe Reitlehrerin. Die Gruppe machte das übliche. 10 Min. Schritt, ein paar Trabübungen, Galopp und 10. Min Freireiten. So gegen Ende der Stunde ging Joanna mit Pepper zur Koppel. Als die Schülerinnen ihre Pferde fertig gemacht haben und einige sie auf die Koppel brachten ging die Reitlehrerin, die sich schon mal als Frau Greil vorgestellt hatte, zu Joanna und fragte sie: "Wie lange reitest du denn schon?" "Ach schon 4 Wochen aber um das klarzustellen ich wollte nie hierhin. Ich wollte lieber auf eine normale Schule und dann eine Visagistenausbildung machen. Aber meine Mutter meint ich müsste ordentliche Dinge in meiner Freizeit machen. Darum muss ich zwei mal die Woche zum Reiten, drei mal die Woche zur Leichtathletik und zwei mal die Woche zum Ballett. Ein Gutes hat dieses Internat ja schon. Ich muss nur noch reiten. Ich kümmere mich ja gerne um Pferde. Sind ja auch schön. Aber ich will nicht reiten, und meine Haare bekommen mehr pflege von mir als Pferde. Eure Uniform gefällt mir übrigens. Aber sonst ..." "Ah ja. Ich wollte dir zwar eigentlich vorschlagen, dass du erst mal Longenstunden bekommst. Weil, das was ich da grade gesehen habe ist nicht okay für die Gruppe. Hier auf diesem Internat musst du reiten und du sollst was lernen. Denk mal drüber nach."
Sie ging weg, sah aber noch Vanessa und Shelly und sagte zu ihnen: "Ihr beide seid doch auch neu gekommen. Könnt ihr vielleicht mal mit ihr reden? Wenn sie mal sieht, dass reiten auch Spaß macht und nicht nur eine Pflicht der Mutter ist, hat sie vielleicht sogar Spaß dran." Shelly und Vanessa sahen sich an und Shelly sagte: "Wir können es versuchen, aber wenn es nicht klappt lassen wir es, okay?" "Wenn ihr es wenigstens Probiert ist es okay." Sie ging endgültig Richtung Hauptgebäude und Vanessa und Shelly holten ihre Pferde aus der Box. Diesmal putzten sie aber nicht so lange. Diesmal war Shelly mit Satteln schon fertig als Vanessa erst anfing. Hey lahme Schnecke. Ich hoffe mal beim Reiten bis du schneller!" Und wie. Aber erst muss ich noch mal in die Halle. Ich will testen ob ich eine Gerte brauche." Shelly verdrehte die Augen und Vanessa dachte: "Du kleines Cowgirl. Du wirst noch Schwierigkeiten kriegen, wenn du nicht probierst wie das Pferd so geht." Sie war fertig und führte ihr Pferd in die Halle. Bei X saß sie auf und ging einpaar runden mit Gerte schritt und Trab. Dann mal ohne. Ihr Ergebnis: Syrakusa war super fleißig. Eine Gerte braucht man bei ihr nicht.
Als sie aus der Halle ritt, saß Shelly schon auf dem Pferd und rief ihr entgegen: "Na da bist du ja endlich. Lass uns endlich losreiten." Sie ritten im Schritt bis zum Waldanfang. Die Sonne schien und es war schön warm. Als Vanessa eine Lichtung sah sagte sie zu Shelly: "Soll ich dir immer noch beweisen, dass ich schneller als du bin?" Während sie dass fragte gab sie Syrakusa eine halbe Parade und bereitete sie so für einen flotten Galopp vor. "Ja, wenn du mir sagst wie du mir das zeigen willst." "Ich sag nur eins ...", sie nahm die Zügel an "zwei ..." sie lächelte Shelly schelmisch an "drei", sie gab Syrakusa die Galopphilfe lenke sie auf die Lichtung und rief: "LOS!" Sie galoppierte Richtung Lichtung und Shelly reagierte zu spät. Sie galoppierte auch an und rief Vanessa hinterher: "Hey Van! Das war ja wohl unfair! Na warte. Dich überhol ich noch." Lachend rief sie zurück:"Wer zuerst am Ende der Lichtung ist hat gewonnen!!!"
Jetzt gab auch Shelly Vollgas. "Gleich haben wir es geschafft", sagte Vanessa zu Syrakusa und ging in den leichten Sitz. Und ... sie hatte den Waldrand erreicht. Sie parierte zum Stehen durch und wartete lachend auf Shelly. "Ich will eine Revanche!" "Okay. In der Mitte der Lichtung stehen zwei Bäume. Wir galoppieren da hin, um den Baum und hierhin zurück." "Gut, eins, zwei, drei!" Vanessa galoppierte bei DREI los und war schon fast am Baum als Shelly zu fluchen anfing. Vanessa drehte sich um und musste lachen. Shelly bekam. Karamu nicht dazu zu galoppieren. Hätte sie doch besser in der Halle eine Gerte ausprobiert.
Vanessa parierte zum Trab durch und trabte zurück zum Ziel. "Hättest du wohl besser in der Halle testen sollen ob du eine Gerte brauchst. Komm wir reiten zurück. Ich will vorm essen noch mit Joanna reden." Shelly wollte auch nicht weiter reiten. Also ritten sie zurück. Am Stall angekommen machten sie die Pferde fertig und brachten sie auf die Koppel. Anschließend schlossen sie ihre Spinde ab und suchten im neunten Stock nach Joannas Zimmer. Das war nicht weiter schwer, denn sie kam ihnen grade entgegen. Mit einem lustig aussehenden Turban auf ihrem Kopf.
"Hi Joanna. Können wir mal mit dir reden?" Genau 10 Min. dann muss die Haarspülung wieder raus." "Okay, wir haben eben gehört, dass du nicht gerne reitest aber dich gerne mit Pferden beschäftigst. Hast du vielleicht Lust mal eine Einzelstunde zu nehmen? Reiten macht ja auch Spaß. Es geht ja nicht nur darum etwas zu tun was die Eltern einem aufzwingen." "Das mag ja sein. Aber du weißt ja gar nicht wie ätzend das ist an der Longe zu sein, und von anderen niedergemacht zu werden, weil man wieder falsch am Leichttraben war." "Oh doch. Das wissen wir. Wir haben doch auch so angefangen. Ich habe auch ziemlich oft Fehler gemacht." "Aber du reitest so toll. Und du Shelly auch." "Du glaubst doch nicht das das immer so war. Und wenn es dir peinlich ist, nimm Reitstunden wenn keiner da ist. Oder geh in den Longierzirkel. Der ist hinten bei den Koppeln. Da sieht dich keiner." "Ist wohl besser wenn ich Einzelstunden nehme, oder?" "Ja. Auf jeden fall. Aber wenn du dich anstrengst, und mal nicht nur an deine Haare denkst, kannst du in 3 Wochen in die Gruppe. Und dann sind doch auch schon Ferien." PIEP! Das war Joannas Armbanduhr. "Die zehn Minuten sind um. Ich würde mich gerne noch mit euch unterhalten. Welche Zimmernummer habt ihr? Dann komm ich gleich mal runter." "230. Bis gleich" Vanessa und Shelly gingen wieder runter in ihr Zimmer und Pflanzten sich auf Vanessas Bett. Shelly holte noch eine Haribotüte ihrer Mutter und die beiden begannen zu essen. Mittag gab es erst in 2 Stunden. "Ich glaube, mit Joanna kann man richtig gut befreundet sein. Wenn man ihr erst mal verklickert hat, dass es hier um Sport und nicht um Haare geht." Shelly nickte und steckte sich das nächste Gummibärchen zwischen die Zähne. Wenig später kam Joanna und klopfte gegen die Tür.
"Ich bin's!" "Ja komm rein Joanna. Ist offen." Sie betrat das Zimmer und hatte eine CD dabei. Ich weiß das ihr keine Lehrer seid. Aber ich dachte, dass ich es hasse zu reiten könnte damit zusammenhängen, dass ich bei dem Hof wo ich war nicht so toll behandelt wurde. Meine Mutter hat mal die Leute da gefilmt, und meine Stunde. Wollt ihr mal sehen?" "Mh ...", Van hatte noch einen Hariboschnuller im Mund als sie aufsprang und ihren Laptop vom Tisch holte. Sie setzte sich mit ihm wieder aufs Bett und deutete Joanna mit einer Handbewegung sich neben sich zusetzten. Das tat sie auch und Van fuhr den Laptop hoch. Dann nahm sie die CD von Joanna und legte sie in das CD-Fach. Dann klickte sie auf Film starten und die drei sahen sich Haribo essend an wie Joannas Stunden so abliefen. Am Anfang des Film stand in einer schicken Schreibschrift Joannas Reitstunden auf Gut Pferdeherz dann sah man Joanna die nicht wusste wie man ein Pferd putzte und ihr keiner helfen wollte, ihren Reitlehrer der sie nur anschrie wenn sie was falsch machte und andere Kinder die Joannas Mutter sagten, dass noch nicht mal die dümmsten solche Fehler in der ersten Stunden machten. Dann stand da nur noch Groß Ende.
"Danach hat meine Mutter noch mit mir geschimpft, dass ich mich nicht so dumm anstellen solle." "Also bei so einer Vergangenheit hätte ich auch keine Lust zu reiten. Aber hier ist es anders. Ich kenne diesen Hof wo du warst. Meine Cousine war da auch. Aber sie hat schnellstens den Hof gewechselt als sie sich nur eine Stunde angesehen hatte." Shelly stand kopfschüttelnd auf und warf die leere Haribotüte in den Müll. "Komm wir gehen essen. Danach gehen wir ins Lehrerzimmer und fragen nach einer Stunde."
Zum Mittagessen gab es Lasagne und zum Nachtisch Tiramisu. Als alle fertig mit essen waren, und die Direktorin sie entließ stand Vanessa auf, nahm Joanna an die Hand und ging mit ihr runter zum Lehrerzimmer. Als sie klopfte machte Frau Seppler auf. Sie war Englischlehrerin in der Zehnten. Hallo, können wir mal mit Frau Greil sprechen?" fragte Vanessa höflich. "Oh tut mir leid. Sie hat grade Stunde." "Oh na trotzdem danke. Wiedersehen." "Tschüss", Frau Seppler machte die Tür zu und Vanessa sagte zu Joanna: "Komm wir gehen jetzt zur Halle." Frau Greil stand da und sah sich an wie ein Mädchen eine Einzelstunde bekam.
"Haben sie denn gar kein Unterricht, Frau Greil?" "Oh nein. Das Mädchen das da reitet wollte von ihrer Freundin Unterricht haben. Ich sehe mir das jetzt an und wenn das gut läuft, können die beiden dass weiterhin so machen." "Aha. Ich bin aber gekommen, weil Joanna hier Einzelunterricht nehmen würde, wenn sie vielleicht im Longierzirkel oder so nehmen kann."
"Äh, nein. Kann ich vielleicht auch bei einer Freundin Unterricht nehmen? Bei Vanessa ..." "Ja, können tut ihr das. Dann mach Pepper fertig und gleich hiernach, guck ich mir das mal an." Joanna ging zur Koppel und holte Pepper. Zur selben Zeit kam Shelly zu Vanessa und fragte: "Wo wart ihr den? Bekommt Joanna jetzt Unterricht?" Sie bekommt schon aber nicht von Frau Greil. In der Halle Unterrichtet grade ein Mädchen eine Anfängerin. Das hat Joanna gesehen und will bei mir Unterricht haben. Sie holt grade Pepper und dann soll ich sie unterrichten, und wenn das gut geht, gibt uns Frau Greil die Erlaubnis, dass auch öfter zu machen."
"Cool. Dann guck ich da auf jeden Fall zu." Joanna, Shelly und Van machten Pepper zu dritt fertig, dann holte Vanessa aus ihrem Spind ihre Longe und Peitsche. Zu dritt gingen sie dann zur Halle. Shelly stellte sich neben Frau Greil draußen an die Halle. Joanna führte Pepper zum X Punkt und stieg auf. Das konnte sie ja schon. Vanessa schloss noch die Hallentür und ging dann zu Joanna in die Mitte der Halle. Sie machte die Longe an Peppers Trense fest und meinten zu Joanna: "Ich weiß, dass du schon mal geritten bist. Aber ich habe es so gelernt, also fangen wir noch mal ganz von vorne an." Vanessa machte die Zügel am Maria- Hilfsriemchen fest. "Damit du dich nicht an den Zügeln festhältst sondern lernst sie nur als Hilfsmittel zu nutzen." Dann brachte Van Pepper dazu das er Schritt ging und Vanessa übte mit Joanna den richtigen Sitz. Als sie den konnte fing sie an zu traben und zeigte ihr die korrekte Hilfe. Damit Joanna das auch selber konnte. Dann ließ Vanessa Joanna von der Longe und sagte ihr, dass sie noch ein paar Runden selbstständig Schritt gehen solle. Die Zügel könne sie wieder aufnehmen, aber möglichst nicht dran ziehen.
"Dann ging Van zu Frau Greil und fragte: Und was sagen sie?" "Ich finde, du solltest dich mal als Reitlehrerin bewerben. Du kannst gerne so weiter machen. Du kannst mir gerne mal assistieren. Zum Beispiel manchmal Einzelstunden geben." "Ja cool. Gerne! Joanna du kannst jetzt aufhören!" Sie brachten Pepper wieder zusammen weg und gingen dann auch gemeinsam zum Abendessen. "Wisst ihr, ihr könnt mich gerne Jojo nennen. Ihr nennt euch ja auch bei den Spitznamen." "Okay Jojo." Nach dem Essen gingen sie zusammen hoch. Gute Nacht ihr beiden", wünscht Jojo und ging ein Stockwerk höher. Shelly und Vanessa zogen sich gleich um, denn sie hatten sich vorgenommen früh ins Bett zu gehen, weil am nächsten Tag Unterricht ist. Shelly warf sich als sie fertig war aufs Bett und klagte: "Boah, ich habe voll Kopfschmerzen!" Vanessa lag derzeit auf ihrem Bett und wollte grade eine Antwort von Ilona lesen. "Guck mal im Bad. Da liegt ne Kopfschmerztablette. Die musst du mit Wasser verdünnen und kannst sie dann so trinken."
Shelly schlürfte ins Bad und kam wenig später wieder.
Shelly legte sich wieder ins Bett und machte ihr Licht aus. Vanessa las noch Ilonas antwort:
Na da bin ich ja froh das es die gefällt. Hier ist nicht viel passiert. Sternchen sucht dich aber, wenn ich mit ihr ausreite oder mit ihr spazieren gehe. Dein Stundenplan ist viel besser als unserer. Also dieses Mädchen mit der Haarstörung (hihi) ist ein klarer Fall von Mädchen, dass ich nicht an Sternchen lassen würde.
HDL Ilona
Vanessa antwortete:
Na dann kannst du Sternchen ja sagen, dass sie mir auch fehlt ;)
Das Mädchen ist gar nicht so schlimm. Sie heißt Joanna aber wir nennen sie Jojo. Eigentlich wollte sie gar nicht reiten, aber ihre Mutter zwingt sie zu allen möglichen Sportarten. Ich gebe ihr jetzt Einzelunterricht. Sie ist eigentlich total nett.
Bis dann
Vanessa
Sie loggte sich aus fuhr den PC runter, machte das Licht aus und ging ins Bett.
Am nächsten Morgen war Shelly zu Vanessas erstaunen schon wach als sie wach wurde. "Ich dachte du wärst so ein Langschläfer", murmelt Vanessa und schlürfte langsam ins Bad. "Ja, eigentlich bin ich das auch. Aber heute gibt es zum Frühstück als Nachtisch Donuts. Wenn ich da nicht pünktlich unten bin sind alle schon weg." Vanessa musste lächeln und machte sich Zahnpasta auf ihre Zahnbürste. Während sie sich die Zähne putzte dachte sie: "Das hätte ich wissen sollen, dass Shelly alles für Essen machte." Als sie fertig war und sich vor ihren Schrank stellte und ihre Reitsachen raus nahm, hatte Shelly diese schon an. Sie wollte unbedingt da sein, wenn die Türen geöffnet wurden. Und das war in 5 Min. „Sorry Van. Aber ich muss pünktlich kommen." "Geh schon ...", lächelte Vanessa und nahm ihren Spindschlüssel vom Tisch. Sie machte noch ihr Bett und ging dann auch runter.
Shelly saß schon an einem Tisch und winkte Vanessa zu. Sie musste lachen. Auf Shellys Teller waren sicher 5 Donuts und vielleicht 1 Brötchen. Und auch das war voller Nutela. Als sie sich setzte fragte sie: "Wolltest du dich nicht gesünder Ernähren?" "Ja. Die sind ja auch nicht alle für mich. Hier! 2 Sind für dich." Nach dem Essen gingen diejenigen die in der ersten Stunde Reiten hatten Richtung Koppel. Die meisten Pferde standen draußen. Alle anderen aßen noch weiter.
Die erste Reitstunde verlief super. Shelly und Vanessa kamen in eine Gruppe in der nur Fortgeschrittene waren. Um zu sehen wie weit die beiden sind, mussten sie immer abwechselnd Tete reiten. Die Stunde verlief super. Nicht so die dritte Stunde. Da hatten sie Englisch. Vanessa kam super zurecht. Das hatten sie alles schon mal. Aber Shelly hatte richtig Probleme. Die Lehrerin Frau Gröte war eine richtige Kröte. Der Name passte perfekt zu ihr. Sie gab Shelly eine Sonderaufgabe weil sie eine Aufgabe nicht konnte. Angeblich sei das ja Lernstoff. Na wer's glaubt.
Nach dem Essen wollten die beiden eigentlich auf's Zimmer gehen. Aber in der Eingangshalle sahen sie wie alle neudazugekommenen vor dem schwarzen Brett standen. Da gingen dann auch Shelly und Vanessa hin. Weil Shelly etwas größer war las sie es Vanessa vor: "Alle Neuankömmlinge kommen bitte heute um 15:00 Uhr in die Halle. Ihr werdet mir auf euren Pferden alles mögliche vorreiten. Das entscheidet dann ob ihr ausreiten dürft oder nicht. "Van da müssen wir hin!" Also gingen sie zu ihren Pferden und sattelten sie noch mal. Um 15:00 Uhr waren dann alle in der Halle. Sogar Jojo. Zu aller Verwunderung schaffte es Joanna sogar.
Glücklich ritten Van, Shelly und Jojo durch den Wald der Sonne entgegen.
Die Urheberrechte liegen bei der Autorin.
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