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Hanni und Tomi wollen Tiere haben

von Veronika und Benedikt Fechter

„Mami, Papi ich habe in der Tierhandlung soooooooooo einen lieben Gecko gesehen!! Bitte kann ich ihn haben?“ bettelt Tomi seine Eltern an. Da stürmt Hanni ins Zimmer. Sie ist Tomis 12-jährige Schwester.
„Ja ich habe in der Tierhandlung so einen süßen Collie gesehen. Er heißt Mascha. Ich habe die Verkäuferin gefragt. Er ist 2 Monate alt.“
„Nein uns kommen keine Tiere ins Haus“, protestieren die Eltern wie aus einem Mund. Doch Hanni sieht dass Mama und Papa flunkern. Dann zieht sie Tomi schnell in ihr gemeinsames Zimmer. „Mama und Papa flunkern, ich habe es gesehen,“ flüstert Hanni.
„Ja, wann haben wir denn Geburtstag?“ fragt Tomi.
„Du hast in einem Monat Geburtstag und ich in einenhalb Monaten.“
Tomi macht eine Faust und streckt den Daumen hervor. „Jetzt müssen wir nur noch abwarten. Vielleicht bekommen wir die Tiere zum Geburtstag.“ Dann verstecken Sie sich unter der Decke. Sie sind so aufgeregt, dass sie sich aneinanderkuscheln und einschlafen.

Zeichnung Kinder

Als Mama und Papa nach ihnen schauen wollten sahen sie in Hannis Bett nur mehr eine Kugel, die mit einer Decke bedeckt war. Sie hörten nur ein leises Schnarchen von Tomi, der ja so aufgeregt war.

Am nächsten Tag, als Hanni Tomi vom Kindergarten abholte, sagte sie: „Tomi lass uns in die Tierhandlung schauen, ob unsere Tiere noch da sind. Damit Mama und Papa unsere besten Freunde auch für uns kaufen können.“
„Ja, ja ja“ stimmte Tomi ein. Sie gingen in die Tierhandlung. Dort lief Tomi gleich zu seinem Gecko und wollte ihn sich reservieren lassen.
„Lass dass“ protestierte Hanni, die kaum noch Luft bekam, weil Mascha an ihr hochsprang und ihr das Gesicht leckte.
„Wieso nicht,“ fragte Tomi und wollte Luft holen um etwas zu sagen. Da befreite sich Hanni von Mascha und hielt Tomi den Mund zu. „Wir können die Tiere doch nicht ohne die Zustimmung von Mama und Papa reservieren lassen. Wenn Mama und Papa in die Tierhandlung kommen, sagt die Frau sonst, dass die Tiere schon reserviert sind und wir bekommen sie nie.“ Tomi merkte, dass seine große Schwester recht hatte.

Hanni fragte die Verkäuferin: „ Dürfen wir 10 Minuten bleiben und mit Mascha spielen. Mein Bruder möchte gerne den Gecko beobacZeichnung Geckohten.“ „ Ja gerne“ sagte die Verkäuferin und holte Maschas Ball hervor und gab ihn Hanni. Hanni bedankte sich und fing an mit dem Ball vor Maschas Schnauze herumzuwedeln. Mascha versuchte den Ball zu schnappen.

Tomi stand ruhig vor dem Käfig und beäugte traurig seinen Gecko. Er konnte nicht mit ihm spielen. „Du kannst James ruhig aus dem Käfig nehmen“ sagte die Verkäuferin zu Tomi. Er strahlte über das ganze Gesicht. Die Verkäuferin zeigte ihm, wie man James richtig auf die Hand nehmen konnte.

Schnell waren die zehn Minuten um und sie mussten wieder nach Hause gehen. Ihre Eltern merkten nichts von dem heimlichen Besuch in der Tierhandlung.

Am nächsten Wochenende machte die Familie einen gemeinsamen Ausflug in den Wald. Nach einem kurzen Spaziergang kamen sie zu einem Tümpel. „Quak, quak“ ertönte es auf einmal.
„Ein Frosch“ rief Tomi und fing schon an zu suchen. Schnell hatte er ihn gefunden. Frösche waren fast seine Lieblingstiere. „Dürfen wir ihn mitnehmen?“ bettelte er.
„Du könntest ihn in das alte Aquarium von unseren Fischen geben. Aber Du musst dich auch um ihn kümmern und ihn füttern“ sagte Mama.
„Zuerst müssen wir ihn einmal einfangen“ sagte Papa.
„Quinny soll er heißen“ sagte Tomi. Papa fing den Frosch ein und sie trugen ihn in einem kleinen Plastiksackerl, in das sie Löcher zum Atmen gemacht hatten nach Hause.

Zeichnung Frosch

Hani putze das verstaubte Aquarium und bald konnte Quinny sein neues Heim beziehen. „Quak, quak“ machte er ständig. „Scheinbar fühlt er sich schon wohl“ sagte Tomi.
Schnell war das Monat um und Tomi hatte Geburtstag. Er war so aufgeregt, dass ihm die Knie zitterten und er Bauchweh hatte. Zum Frühstück stand auf seinem Platz ein riesiges Paket. Mama, Papa und Hanni sangen ein Geburtstagslied. Dann durfte Tomi endlich das Geschenk auspacken.
„James“ rief er überglücklich. In dem Paket war James mitsamt seinem Terrarium. Darin befanden sich schon viele Pflanzen aus seiner natürlichen Heimat. Tomi war überglücklich und nahm James aus dem Käfig, wie es ihm die Verkäuferin gezeigt hatte. Aber von dem heimlichen Besuch in der Tierhandlung verriet er nichts. Hanni war froh darüber und freute sich schon auf ihren Geburtstag. Sie hoffte, dass sie dann Mascha bekommen würde.

Schnell verging auch das halbe Monat bis zu ihrem Geburtstag. Sie war enttäuscht, weil kein Paket für sie da war. Aber wo war Papa? Da hörten sie, dass sich eine Türe öffnete. Papa rief: „Halt nicht so schnell!“
Zuerst kam Mascha ins Zimmer, die Papa hinter sich herzog. Sie wollte so schnell wie möglich zu Hanni.
„Mascha, da bist du ja. Ich habe schon geglaubt, ich bekomme dich nicht.“ rief Hanni.
Papa wischte sich den Schweiß von der Stirne und sagte: „ Das ist aber ein wilder Hund“.
„Nein“ protestierte Hanni empört. „Bei mir ist sie immer ganz lieb und folgsam.“

Zeichnung Hund

Mama holte aus der Küche noch ein Paket. Darin war eine Futterschüssel, eine Wasserschüssel und jede Menge Hundefutter. Beide Kinder waren sehr glücklich mit ihren Tieren und pflegten sie gut.

Die Urheberrechte liegen bei den Autoren.

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