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Halloween-Geschichte

von Mona Bierbrodt, 12 Jahre, Oktober 2002

Niki ist froh, dass sie endlich zu Hause ist. Es ist bereits dunkel und der Nebel draußen ist so dick, dass man keine 10 Meter weit sehen kann. Harry, ihr älterer Bruder und sie sind heute Abend allein zu Hause. Niki hat gerade die nassen Schuhe ausgezogen und öffnet nun mit klammen Fingern den Reißverschluss ihrer Jacke, als es an der Tür läutet. "Wer kann das sein?" wundert sich Niki. "Ich hab doch niemanden auf der Straße gesehen." Harry, der gerade aus der Küche kommt, geht zum Fenster und schaut hinaus in den Vorgarten. "Da steht ein Kürbis vor der Tür", stellt er fest. "Heute ist Halloween!" ruft Niki und schon will sie die Tür aufmachen, um den Kürbis hereinzunehmen. "Warte!" sagt Harry, ...

... du weißt doch wir sind heute Abend ganz alleine im Haus und es wäre doch etwas gefährlich jetzt im dunklen nach Draußen zu gehen.
Niki schaut ihn mit grossen Augen an und nickt !
Ja, du hast recht antwortet sie und irgendwie spürt sie eine gewisse Angst in sich.

Schnell ziehen Harry und Niki im ganzen Haus die Rolläden an den Fenstern herunter und vergewissern sich noch mal , ob alle Türen nach draußen auch wirklich verschlossen sind.
Dann beschließen beide doch jetzt endlich ins Bett zu gehen.
Schnell schlüpft Niki unter ihre Bettdecke und auch Harry ist rucki zucki in seinem Bett.
Mittlerweile ist es schon 22 Uhr und Niki hört die Uhr im Wohnzimmer schlagen, sie kann einfach nicht einschlafen.
Nach einer Weile beschließt sie ,doch noch mal zur Haustür zu gehen um nach den Kürbis zu schauen.
Langsam öffent sie die Tür und dann ein Aufschrei!!!
Harry kommt die Treppe heruntergesaust , was ist los fragt er aufgeregt.
Niki zeigt zur Tür und wispert : Schau mal nach Draußen!
Da sieht es auch Harry, der Kürbis welcher noch vor Stunden einfach so vor der Tür lag grinste ihn jetzt mit seinen leuchtenden Augen und Mund frech an..
Schnell schlägt Harry die Tür zu sein Herz fängt an zu rasen. Beide rennen so schnell sie können die Treppe hoch und verkriechen sich in ihre Betten. Wäre jetzt doch nur Mama und Papa da denkt Niki schwitzend unter ihrer Decke . Aber die sind ja bei Arbeitskollengen eingladen und meinten, vor Mitternacht wären sie nicht wieder zu Hause.
Dann schlafen Harry und seine Schwester doch langsam ein.
Am nächsten Morgen wird Niki durch ein leises Schütteln geweckt. Aufstehen! flüstert ihre Mutter ihr ins Ohr.
Niki ist noch ganz benommen und als sie ihre Mutter über sich gebeugt sieht nimmt sie diese schnell in ihre Arme.
Ich weiß schon ,sagt die Mutter. Harry hat uns schon alles unten am Frühstückstisch erzählt und das muss ja ganz fürchterlich für euch beiden gewesen sein .
Steht der Kürbis immer noch vor der Tür ?, fragt Niki schüchtern ihre Mutter.
Die Mutter lächelt und sagt: " Der steht immer noch an seinem Platz und das ganze war eine Aktion von einer Werbefirma die in den ganzen Vorgärten unseres Dorfes Halloweenkürbisse verteilt hat."
So ein super blöder Werbegag denkt Niki .
Aber nach einer Zeit fäng auch sie laut an zu lachen.

Die Urherberrechte liegen beim Autor.

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