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Der unerwünschte Gast

von Luca Miozzari, 10 Jahre
Hobbys:Trompete spielen, Cevi, und etwas mit Freunden unternehmen.

Es war ein schöner Herbstmorgen. Manuels Vater schnitt die Hecke, die den Garten umgab. Manuel durfte helfen. Die Motorsäge ratterte und ein Zweig nach dem anderen fiel zu Boden. Manuel hob sie auf und sammelte sie auf einem Haufen. Dabei merkte er gar nicht, wie ein Igel aus dem Gebüsch herauskam, sich verstohlen umblickte und schließlich unter dem Haufen Zweige verschwand.

Die beiden schnitten, nichts Böses ahnend, die Hecke fertig und gingen dann ins Haus essen. Es gab Spagetti Bolognese, die Lieblingsspeise von Manuel. Dieser langte tüchtig zu. Die Zweige ließen sie zum Trocknen über Nacht liegen, denn sie wollten sie später verbrennen. Manuel freute sich darauf.

Als Manuel am nächsten Morgen aufwachte, dachte er sofort daran, dass sie heute die Zweige verbrennen würden. Er freute sich so darauf, dass er nicht einmal Zeit hatte, richtig zu Frühstücken. So musste der Vater, wohl oder übel, schon um neun mit Manuel in den Garten hinaus, um ein Feuer aus den gesammelten Zweigen zu machen. Aber als der Vater das Zündholz anzünden wollte, raschelte plötzlich etwas im Haufen. Der Vater hielt inne und steckte das Zündholz wieder weg.

Langsam grub sich eine schwarze Schnauze aus dem Haufen. Es kam ein wütend und verschlafen aussehnender Igel zum Vorschein. Der Igel schimpfte was das Zeug hält. So sah es auf jeden Fall aus …

Der Vater versuchte ihn zu beruhigen. Als sich der Igel ein wenig abgeregt hatte, nahm ihn Manuel auf den Arm. Dem Igel schien das zu gefallen und er schlief ein. Manuel sah seinen Vater fragend an: „Was sollen wir den nun mit dem Igel tun?“ Sie vergruben ihn wieder unter den Zweigen.

„Na, aus unserem Feuer wird wohl nichts mehr!“ sagte der Vater.

Die Urheberrechte liegen bem Autor.

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