Lese-Ecke
Darkwater Hall
von Isabelle Kloke
Vorgeschichte:
„Gute Nacht Mama! Schlaf gut!!“, murmelte ich. „Gute Nacht mein Schatz! Und Träume etwas schönes", sagte meine Mutter. Sobald sie fort war, holte ich mein Buch hervor und begann zu lesen: „Darkwater Hall: Er ging zum Schreibtisch, nahm ein Blatt Papier und bedeckte es mit der schrägen Schrift, die Sarah so gut kannte. „Unterschreib bitte. Du willst doch deinen Vater nach Hause bringen? Oder?“, sagte Azarel. „Ja, stimmt!“ Sie las das Papier. Da stand: „Ich, Sarah Trevelyan, die Unterzeichnete, erhalte hiermit von Lord Azarel die Burg, Darkwater Hall hundert Jahre zurück. Dafür gebe ich ihm meine unsterbliche Seele. Wenn nicht sterben meine Eltern“ Mir vielen die Augen zu. Ich Versuchte mich wach zu halten, schlief jedoch ein.
Meine Traumgeschichte:
Ich befand mich in der Empfangshalle. Scrab, der Diener, kam die Treppe herunter. Scrab sprach mich nicht mit Sarah an, sondern mit Isabelle. Er schaute mich böse an und knurrte: „Isabelle! Fürst Azarel erwartet dich in der Bibliothek. Du sollst ohne umstände zu ihm kommen!!! Er drehte sich um und verschwand. „Ja! Ich komme“, flüsterte ich. Obwohl ich flüsterte hallte es von den Wänden wieder. So ging ich die unzähligen Treppen hoch.
Nach dem ich mich zwei Mal verlaufen hatte, stand ich dann endlich vor der Bibliothekstür. Ich klopfte. „Herein! Oh Isabelle, danke, dass du kommen konntest. Ich hatte das Gefühl, dass du dich gestern nicht entscheiden konntest. Nun, was machst du jetzt? Gibst du mir deine Seele oder nicht?“ ,,Azarel! Bitte lass mir noch drei Tage Zeit. Bis dahin habe ich mich entschieden! Dann sage ich dir ...“ „Nein“, sagte er scharf, „drei Tage sind zu lange! Einen Tag und vier stunden!! Länger nicht ...“, er schrie fast: „bis dahin musst du dich entschieden haben!“ Er drehte sich um und rauschte mit wehendem Umhang davon. „Aber, aber...“, schluchzte ich. So ging ich langsam aus der Bibliothek, in mein Zimmer. Ich ließ mich aufs Bett fallen und überlegte. „Wenn ich es tun sollte bekäme ich das Schloss zurück. Wenn nicht. Würde meine Familie sterben. Mir bleibt also gar keine anderen Wahl. Ich muss es tun.“
Ich stand auf und begann im Zimmer hin und her zu Laufen. „Mir bleibt keine Wahl. Mir bleibt einfach keine Wahl!!“ Ich wollte gerade zur Tür gehen als plötzlich ein Geistesblitz kam. „Ich kann abhauen! Aber was ist, wenn er mich findet? Dann nimmt er mir die Seele erst recht! Also, muss ich aufpassen! Ich haue morgen Nacht ab! Aber erst muss ich Azarel sagen wie ich mich entschieden habe! Und zwar mit ...?
Es war zwar spät am Abend, aber trotzdem saß Azarel noch an seinem Schreibtisch, und arbeitete. Es klopfte. „Herein!“, rief Azarel. „Hei Azarel! Ich wollte dir meine Entscheidung sagen. Sie lautet ...“ „Ja! Oder?“, unterbrach Azarel mich. „Sie lautet Nein!! Ich gebe dir meine Seele nicht! Niemals!!“ „Dann … dann weißt du was mit deinen Eltern in 10 Tagen passiert??“, fragte er traurig, „Ich töte nicht gerne, aber wenn es im Vertrag stehe muss ich es tun! Tut mir leid, Isabelle. Du hast noch neun Tage Am 10. werde ich deine Eltern töten.“ Ich fragte vorsichtig: „Wie bringst du meine Eltern um? Mit einem Messer?“ Bei dem Gedanken lief mir ein Schauer über den Rücken. „Das erfährst du, wenn es so weit ist! Und nun lass mich bitte alleine“ Genervt verfiel Azarel in tiefes Schweigen.
Am frühem Abend ging ich hoch in mein Zimmer, und packte meine Sachen für die Flucht. Spät in der Nacht schlich ich dann aus meinem Zimmer. So leise wie möglich ging ich hinunter in die Empfangshalle. Das große Eichenportal stand einen handbreit offen. Ich guckte mich noch ein Mal um und stahl mich, vorsichtig, hinaus. „Puuhhh die Luft ist rein“, dachte ich. Ich konnte ja nicht wissen, dass ich von Scrab beobachtet wurde.
„Aha! Das junge Fräulein will sich auf und davon machen. Aber nicht mit mir und meinem Herren“, so humpelte er davon zum Arbeitszimmer seines Herren. „Waaaaaaaaaaaasssssssss???????? Was soll dass heißen, sie hat sich auf und davon gemacht? Wieso hast du sie nicht aufgehalten?“, fragte Azarel voller erstaunen, dass sie so viel Mut hat. „Das wollte ich euch überlassen! Ihr fangt sie doch so gerne ein, Fürst!“ Azarel schaute beschämt zu Seite. „Es stimmt“, dachte er, „Ich habe dieses Mädchen ins Herz geschlossen! Ich könnte ihren Eltern nichts tun.“ Er stand auf. „Ich werde sie suchen.“, sagte Azarel. „Scrab, du bleibst hier.“
Ich lief und lief, bis das Schloss nur noch ein
kleiner Punkt war. „Ob Azarel mich schon sucht?
Würde mich nicht wundern. Ich glaube er hat
mich ins Herz geschlossen!“, dachte ich und
lief weiter.
Kurze Zeit später ging ein Unwetter los und
ich wünschte mir, ich wäre im Schloss,
und säße vor dem Kamin. Plötzlich
hörte ich Motor Geräusche, ganz leise.
Ich drehte mich um und sah in der Verne zwei Scheinwerfer
auftauchen!! „Azarel! Verflucht! Er hat früher
als Geplant entdeckt, dass ich geflohen bin! So
ein Mist.“ Ich fluchte Leise vor mich hin
und beeilte mich ein gutes Versteck zu finden. Da
es am Wegesrand steil zum Meer abfiel, standen unterhalb
von der Straße große Felsen. Da die
Motorgeräusche immer näher kamen, versteckte
ich mich hinter einem großem Felsen. Das Auto
hielt 30 Meter entfernt von meinem Versteck! Es
stieg jemand aus. „Isabelle! Ich tue deinen
Eltern nichts mehr! Ich habe dich ins Herz geschlossen.
Bitte komm.“, rief Azarel. Er klang traurig.
„Du bekommst das Schloss zurück! Ich
werde gehen. Ich kann nicht mit Ansehen wie du dich
nach deinen Eltern sehnst. Ich töte sie nicht!
Versprochen!!“ Er drehte sich um und ging
zu seinem Auto.
Hinter mir bäumte sich ein Schatten auf. Er packte mich an den Schultern so fest, dass ich mich nicht befreien konnte. „Azarel! Azarel! Hilf mir!“, rief ich voller Panik davon was mich gepackt hat! Ich sah wie er sich umdrehte und erschrak!! Es war nicht Azarel, dem ich ins Gesicht blickte, sondern der Teufel! Er sah schrecklich aus! Da hatte ich ihn mir, im wahrsten Sinne des Wortes, schöner vorgestellt! Er sprach mich mit einer verzehrten Stimme an: „Jetzt kann ich mir deine Seele hohlen!! Scrab lass sie los!“ Sofort ließen die Hände los die mich fest gehalten hatten. Der Teufel sprach weiter: „Und nun komm auf mich zu! Ich brauche dich bloß zu berühren, dann habe ich deine Unsterbliche Seele!!!“ Er ging auf mich zu. Ich wich zurück und stand mit dem Rücken an der Wand. „Jetzt ist es aus mit mir!“, dachte ich.
Er war nur noch Zentimeter von meiner Haut entfernt als plötzlich ein Schatten sich vor mich stellte. Azarel! „Lass bloß die Finger von ihr! Sonst stecke ich dir dies in den Mund!“, er hob eine Zwiebel hoch! Da ich sehr viel lese weiß ich, dass Teufel Zwiebeln Verabscheuen! So wich der Teufel zurück als Azarel vor ging. „Geh zurück in deine Hölle, Teufel! Nimm Scrab mit. Er wird dir gerne dienen. Oder etwa nicht?“, flüsterte Azarel bedrohlich. Plötzlich lösten sich der Teufel und Scrab in Luft auf.
Zurück im Schloss erwartete mich eine Überraschung! Meine Familie, ach was, das ganze Dorf war gekommen! Azarel lud zu einem Festessen ein. Azarel und ich gingen einmal etwas abseits von den Gästen. Ich fragte ihn: „Was ist mit dem Vertrag? Ich soll dir doch meine Seele geben oder?“ „Nein dass brauchst du nicht mehr! Ich habe dich ins Herz geschlossen. Ich könnte dir und deinen Eltern nichts tun, Hier!“, er reichte mir ein Schlüsselbund. „Das sind die Schlüssel für die Burg. Du wirst sie brauchen wenn ich nicht mehr da bin!“ „Du willst gehen?“ Er nickte. “Aber das darfst du nicht! Du musst hier bleiben“, rief ich voller Entsetzen. “Nein, ich muss gehen! Tut mir leid!“ Dann sagten wir beide wie aus einem Mund: “Vergiss mich nicht!“ Dann löste auch er sich in Luft auf. Ich stand da mit dem Schlüsselbund in der Hand und weinte vor mich hin!!
Der Ausklang
Als ich aufwachte spürte ich einen Salzigen Geschmack auf den Lippen. Ich weinte! „Guten Morgen mein Schatz! Aufstehen, du musst zur Schule!“, rief meine Mutter wie jeden Morgen! „Ja, komme schon!!“ Dann lief ich tapsig über den Flur und dachte: „Ach war das ein Schöner Traum!“, und ging ins Badezimmer.
The End!
Die Urheberrechte liegen beim Autor.

