Ritter: Ritterburgen

Die ersten Burgen waren einfache Holztürme, die sehr leicht niedergebrannt werden konnten. Erst etwa ab dem 12. Jahrhundert wurden Burgen aus Stein gebaut die einen wesentlich besseren Schutz boten.

Grafik: TurmSie dienten als Befestigungsanlage zum Schutz gegen die Feinde und als Wohnung für den Ritter, seine Familie und das Gesinde. Sie waren auch Schutz für die Bevölkerung des umliegenden Landes und sollten als mächtige Festungen das Land beherrschen und beschützen.

Obwohl Burgen sehr verschieden aussehen konnten hatten fast alle dicke Außenmauern, Türme und meistens eine Zugbrücke. Um die Burg verlief oft ein tiefer Graben, der mit Wasser gefüllt wurde um die Feinde abzuhalten.

Die Mauer diente zum Schutz des gesamten Innenraumes der Burg und war je nach Standort der Burg unterschiedlich dick. Eine Burg auf einer Bergkuppe mit steil abfallenden Hängen brauchte keine so eine starke Mauer wie eine Burg die in der Ebene stand da man auf dem Berg keine Rammböcke einsetzen konnte. Meist war die Hauptmauer zwischen 3 und 8 Meter dick.

Foto: WehrgangAuf der Mauer war der Wehrgang, oft mit Zinnen, hinter denen die Verteidiger Deckung nehmen konnten. Durch schmale, mit Holzklappen verschließbare, Fenster konnte geschossen werden.

Ebenfalls auf der Mauer befanden sich Pechnasenkränze, das waren steinerne Gerüste, die über die Mauer ragten. Durch diese Kränze konnten die Burgbewohner heißes Pech oder Ätzkalk gießen.

Mehrere hohe Türme (Wehrtürme) ermöglichten einen guten Blick über das umgebende Land. So konnten die Soldaten schon von weitem sehen, ob sich fremde Truppen oder andere Gefahren näherten. Manchmal waren oben an den Türmen Zinnen von denen aus die Feinde mit Steinen beschossen und mit Pfeil und Bogen abgewehrt werden konnten.

bunte Kugeln