Ritter: Der Alltag der Ritter

Der Alltag eines Ritters war nicht so abenteuerlich wie wir uns das heute vorstellen. Schließlich gab es nicht immer Schlachten und Kriege und so musste auch ein Ritter die meiste Zeit seines Lebens einfach für seinen Lebenunterhalt sorgen.

Foto: AborterkerIn den Burgen war es eng, kalt, zugig und unhygienisch denn die Räume konnten nur unzureichend geheizt werden und durch viele Ritzen pfiff der Wind. Über den Boden huschten oft Ratten und Mäuse. Es gab keine Toiletten sondern Aborterker die nur über lange Gänge und Treppen zu erreichen waren. Hier verrichtete man sein "Geschäft" über die Burgmauer hinweg, meist direkt in den Burggraben.

Gegessen haben Ritter, wie alle Menschen zu dieser Zeit, meist mit den Fingern. Es gab zwar schon Löffel und Messer aber die Gabel hatte nur einen Zinken und wurde nur zum Aufspießen von Fleisch benutzt.

Fleisch gab es aber auch für Ritter zu dieser Zeit nicht so oft wie heute. Hauptsächlich ernährte der Ritter und seine Familie sich von Fisch, Gemüse, Brot, Brei, Fladen, Brezeln und Semmeln.

Gewaschen haben sich Ritter leider auch nur in unregelmäßigen Abständen und meistens auch nur dort wo es "nötig" war. Wegen des teuren Brennholzes, vergönnte sich der Ritter nur selten ein warmes Bad.

Durch diese unhygienischen Zustände waren Läuse eine weit verbreitete Plage die mehrmals täglich ausgekämmt wurde.

Der Winter war die ungemütlichste Zeit im Leben eines Ritters. Beim Licht langer Kienspäne, die an der Wand in Eisenringen steckten verbrachte er die Zeit meistens bei seiner Familie in schlecht geheizten Räumen und vertrieb sich die Zeit mit Brett- und Würfelspielen.

bunte Kugeln