Wissen ist cool: Kinderrechte
Am 20. September 1990 trat die Kinderrechtskonvention der UN in Kraft. Das klingt sehr kompliziert und ist tatsächlich ein umständlich geschriebener Vertrag zwischen allen Ländern dieser Erde (ausgenommen USA und Somalia), um die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu bestimmen.
Dieses Übereinkommen regelt nicht, wann du zu Bett gehen musst oder welche Freunde du einladen darfst, da musst du dich schon an deine Eltern wenden. Die Kinderrechtskonvention richtet sich an die Staaten dieser Erde, um Kindern und Jugendlichen ein sicheres und mit allem Nötigen versorgtes Aufwachsen zu ermöglichen.
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Wir haben versucht, die wichtigsten Punkte der
UN-Kinderrechtskonvention in verständlicher Form niederzuschreiben:
- Bei allen Entscheidungen, die auch Kinder betreffen, soll zuerst an das Wohl der Kinder gedacht werden.
Das bedeutet z. B., dass Spielplätze und Kindergärten gebaut werden sollen, die ärztliche Betreuung für alle Kinder gesichert ist und Kinder Unterstützung erhalten, wenn sie Probleme haben.
- Der Staat hat die Pflicht, Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Misshandlung, Vernachlässigung oder Ausbeutung zu schützen. Niemand darf Kindern Gewalt zufügen.
- Der Staat hat die Pflicht, Kindern und Jugendlichen, die nicht bei ihrer Familie leben (können), besonderen Schutz zu gewähren und dafür zu sorgen, dass sie auf eine andere Art (z. B. durch eine Pflegefamilie) betreut werden.
Wenn ein Kind zu große Angst vor seinen Eltern hat, kann es zu einer Beratungsstelle gehen und um Schutz und Hilfe ersuchen.
- Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
Kinder wollen spielen. Die Städte und Gemeinden müssen dafür sorgen, dass genügend Spielplätze und Freizeiteinrichtungen gebaut werden.
Ein Theater ist nicht nur für Erwachsene da, es sollte auch Stücke inszenieren, die für Kinder und Jugendliche geeignet sind. - Auch Kinder haben das Recht auf ein Privatleben. Niemand darf heimlich in den Sachen eines Kindes stöbern, seine Tagebücher oder Briefe lesen. Niemand darf einem Kind Schlechtes nachsagen.
- Kinder und Jugendliche haben das Recht auf bestmögliche Gesundheit und Zugang zu den dazu notwendigen Einrichtungen (Spitäler, Ärzte).
Weltweit soll darauf geachtet werden, alle jene Bräuche zu stoppen, die Kindern und Jugendlichen schaden.
- Kinder haben das Recht auf Bildung.
Die Volksschule muss verpflichtend (jeder muss hin!) und kostenlos sein.
Höhere Schulbildung muss vom Staat so gut wie möglich gefördert und allen Kindern zugänglich gemacht werden.
Den vollständigen Text der
UN-Kinderrechtskonvention findest du hier.
Mehr Informationen zu Kinderrechten in Österreich und Service für all jene, die mit Kindern und Jugendlichen leben und arbeiten unter kinderrechte.gv.at

