Indianer: ein Tipi als Wohnung
Die Indianer in der Prärie jagten Büffel und folgten ihnen, wenn die Tiere zum Grasen weiterzogen. Deshalb brauchten sie Häuser, die sie schnell und einfach auf- und abbauen konnten.
Das Aufbauen der Tipis übernahmen fast immer
die Frauen, sie brauchten dazu höchstens eine
Stunde. Als erstes wurden 3 oder 4 lange Stangen
aus Holz mit Schnüren am oberen Drittel zusammen
gebunden und kegelförmig aufgestellt.
An diesem Grundgerüst wurden noch bis zu 30
Stangen befestigt. Die ganze Konstruktion wurde
dann mit zusammengenähten Büffelhäuten
bedeckt. Das Dach wurde durch Stangen offen gehalten,
damit der Rauch von der Feuerstelle abziehen konnte.
Schließlich wurde die Zeltdecke mit Pflöcken
oder Steine am Boden verankert. Der Eingang aller
Tipis zeigte nach Osten zur aufgehenden Sonne. So
war die Zeltöffnung auch von der Wetterseite
abgewandt.
In Tipis hatte jedes Familienmitglied einen bestimmten
Sitz- oder Schlafplatz. Gewöhnlich saßen
die ältesten Erwachsenen auf dem Ehrenplatz
hinter dem Feuer. Das war der schönste Platz,
weil es docht nicht von der Tür her zog und
der Rauch am wenigsten hinkam.

