Forscher: Jane Goodall

Jane Goodall ist neben Dian Fossey (Gorillas) und Biruté Galdikas (Orang-Utans) eine von drei Frauen, die Anfang der 1960er-Jahre Langzeitstudien über Menschenaffen begannen.

Sie wuchs in Bournemouth (Südküste Englands) auf. Machte das Abitur und besuchte danach eine Handelsschule. Anschließend arbeitete sie als Sekretärin bei einem Dokumentarfilm-Produzenten in England.

Um die Einladung einer Schulfreundin nach Kenia annehmen zu können, arbeitete sie zusätzlich als Kellnerin, um das Geld für die Überfahrt zu sparen. Mit 23 Jahren reiste Jane mit dem Schiff nach Kenia und lernte dort den Paläontologen und Anthropologen Louis Leakey kennen.

Er stellte sie als Assistentin ein und sie durfte Louis und Mary Leakey zur berühmten Olduvai-Schlucht begleiten, um nach Fossilien unserer Vorfahren zu suchen.

Nach einigen Monaten kehrte sie nach Nairobi zurück, um dann im Juli 1960 ganz auf sich allein gestellt mit langfristigen Beobachtungen wildlebender Schimpansen im Gombe-Reservat in Tansania zu beginnen.

Jane Goodall hatte zu dieser Zeit noch keine Universität besucht und kannte die Regeln der etablierten Wissenschaft nicht. So gab Jane den Schimpansen Namen, nicht Nummern, wie es bis dahin bei der Beobachtung frei lebender Tiere üblich war. Und sie beschrieb die Fähigkeit der Schimpansen zu logischem Denken und ihre Gefühle. Dies wurde für unannehmbar und vermenschlichend gehalten.

So wurde ihr erstes Manuskript, das sie zur Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Zeitschrift einreichte, zurückgeschickt. Doch sie ließ sich nicht entmutigen, blieb ihrer Linie treu und setzte sich durch.

Nachdem sie ihre Arbeit für kurze Zeit unterbrochen und 1965 mit Auszeichnung an der Universität Cambridge promoviert hatte, kehrte Dr. Jane Goodall nach Tansania zurück und gründete dort das Gombe Stream Research Center.

1971–1975 lehrte sie als Gastprofessorin an der kalifornischen Elite-Universität Stanford, seit 1973 auch in Daressalam, Tansania.

Sie schrieb mehrere Tierbücher für Kinder und erlangte Weltruhm mit ihrem Buch Buch „Wilde Schimpansen“. 1999 erschien ihre Autobiographie „Grund zur Hoffnung“.

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